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aufruf beginnt mit P., Herr v. O., Sie können Ihr Huhn noch in
Ruhe essen. — Gott sei Dank, wenn mein Buchstabe kömmt, rufen
Sie mich wohl. Stimmen Unsere mit Ja oder mit Nein? — Mit
Nein! — Schön; Kellner, bringen Sie mir noch ein Glas Erdbeerbowle.“
In derselben Session des Reichstags war gleich anfangs das
Kapitel von der Beschlußunfähigkeit desselben vielfach erörtert worden.
Seitdem haben die Sessionen des Reichstages namentlich in den ersten
Tagen immer von neuem infolge des Ausbleibens einer großen Zahl
von Abgeordneten das Bild der Beschlußunfähigkeit geboten. Der
Reichstag von 1869 wurde am 4. März eröffnet und konnte erst am
9. seine Thätigkeit beginnen. Im Februar 1870 wurde erst in der
vierten Sitzung die Zahl des Präsidiums vollzogen. Das alte Uebel
dauert noch heute fort. Man hat daraus für die Bewilligung von Diäten
Gründe abgeleitet, es sind aber auch wiederholt Anträge gestellt, wonach
in Abänderung des Art. 28 der Verfassung des Deutschen Reiches
die Zahl der Reichstagsmitglieder, deren Anwesenheit zur Fassung eines
gültigen Beschlusses ist, herabgesetzt werde. Es ist in dieser Beziehung
oft an England erinnert worden. Zehn Minnten vor vier
Uhr nachmittags öffnen sich die Flügelthüren des Sitzungssaales des
Unterhauses im Westministerpalaste und durch den Saal ertönt die
Stimme des Huissiers: „Der Herr Sprecher.“ In wallendem Talar
und langlockiger Perücke schreitet der Sprecher den Gang entlang, der
mitten durch den Saal zu seinem Thron führt, während der Herold
des Hauses vorangeht und das Szepter trägt, die Herren members
of parliament aber, die bereits sporadisch anwesend sind, von ihren
Sitzen sich erheben, den Hut abnehmen und mit entblößtem Haupte
ehrfurchtsvoll stehen bleiben. Der Herr Sprecher nimmt nicht gleich
Platz auf seinem Sessel. Sein Amt beginnt erst, wenn die Thüren
des Saales sich abermals öffnen und der Geistliche eintritt, der an dem
Tische vor dem Throne des Sprechers das Eröffnungsgebet verrichtet.
Auch nachdem das geschehen, und der Geistliche sich zurückgezogen hat,
läßt der Herr Sprecher sich noch nicht auf seinem Throne nieder,
sondern auf einem Nebenstuhle, um erst langsam und laut zu zählen:
Eins, zwei, drei .. .. Seine Augen schweifen über das hohe Haus,
soweit es bereits versammelt ist, und nach der Eingangsthüre, durch
welche andere eintreten. Jetzt ist es vier Uhr, der Herr Sprecher ist
bis zur Zahl Neununddreißig gelangt, er zählt sich selbst als den
Vierzigsten und die Sitzung ist eröffnet, das hohe Haus beschlußfähig
bei einer Mitgliederzahl von sechshundertachtundfunfzig. Wir sind keine