Full text : Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1833. (17)

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bb.  Sie  müssen  als  solche  Vasallen  Altenburgs  die  Lehen  muthen,  in  herrschender
  und  dienender  Hand,  bey  dem  Herzoglich  Altenburg'schen  Lehenhofe
  zu  Altenburg.  Es  wird  ihnen  aber  kein  Lehenschein,  kein  Lehenbrief
  ausgefertigt.  Eine  formliche  Beleihung  geschieht  nicht.  Der  Lehenhof
  in  Altenburg  fertigt  blos  einen  Rekognitions-Schein  aus,  welcher  nach
der  Weimar'schen  Hauptbeleihung  einc  kurze  Bestätigung  wegen  der  Altenburg'schen
  Lehenstheile  von  Altenburg'schen  Landes=  und  behensherrn
wegen  enthält.  Ebenso  soll  auch  bey  Konsens-Ertheilungen  vom  Lehenhofe  zu
Altenburg  nur  eine  kurze  Bestätigung  angehangen  werden,  wenn  Konsens
  auch  auf  die  Altenburgischen  Lehensantheile  gesucht  wird.

An  Gebühren  ist  von  diesen  Vasallen  zu  zahlen:
bey  dem  ersten  Lehensfalle  in  dienender  Hand  nach  der  Abtretung,  von
allen  Haupt=  und  Mitbelehenten  sämmtlich  gar  nichts;

in  allen  Lehensfällen  herrschender  Hand  von  allen  Haupt=  und  Mitbelehenten
  für  den  Rekognitions-Schein  nur  die  Gebühren  der  Reinschrift
  und  der  Einhandigung;

bey  allen  Lehensfällen  in  dienender  Hand  von  allen  Haupt=  und
Mitbelebenten  einen  Thaler  acht  Groschen  für  den  Rekognitions-Schein,
und  außerdem  die  Reinschriften  und  Bestellungsgebühren;

bey  allen  Konsens-Ertheilungen  nur  die  Reinschrift  der  Bestatigung
umd  die  Bestellungsgebühren.

6G.  Was  sodann  die  Gerichtsbarkeit  anlangt:  so  müssen

un.  die  bisherigen  Untersassen  und  Liegenheiten  des  Gutes  Thrdnitz  zu  Grobsdorf,
  Rückersdorf,  —  auch  die  Besitzer  der  in  der  Flur  Reust  abgetretenen
  Grundstücke,  wenn  diese  zu  ermitteln  sind,  wegen  dieser  Grundstücke
  —  ferner  Recht  nehmen  und  sind  dingpflichtig  in  der-  Gerichtsstelle
  zu  Thranitz;

bb.  derselbe  Fall  ist  dieses  mit  den  Untersassen  und  Liegenschaften  des  Gutes
Endschüz  zu  Hilbersdorf,  welche  zur  Gerichtsstelle  in  Endschütz  ferner
dingpflichtig  bleiben;

cc.  und  eben  so  wegen  der  Untersassen  und  Liegenschaften  des  Gutes  Oppurg
  in  Dienstädt,  welche  ferner  bey  dem  Gerichte  Oppurg  dingpflichtig
  sind;

dd.  n  aller  an  Altenburg  abgetretenen  Unterthanen  und  Landestheile
werden  die  Altenburg'schen  Untersassen  von  Thränib  zu  Grobsdorf  und
Rückersdorf  vom  Gerichte  Thränitz,  die  Altenburg'schen  Untersassen  von
Enaschüz  zu  Hilbersdorf  vom  Gerichte  Endschütz  und  die  Altenburg'schen