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2) Die höchsten und hohen Regierungen werden ersucht, in Gemaßheit der
in diesen Artikeln enthaltenen Bestimmungen in moöglichst kurzer Frist
die erforderlichen Einrichtungen zu treffen und selbige bey der Bundesversammlung
zur Anzeige zu bringen.
Artikel I.
Die Regierungen werden auf ihren Universitäten für die Immatrikulation
eine eigene Kommission niedersetzen, welcher der außerordentliche Regierungsbevollmachtigte
oder ein von der Regierung dazu ernannter Stellvertreter
desselben beywohnen wird.
Alle Studirenden sind verbunden, sich bey dieser Kommission innerhalb
zwey Tagen nach ihrer Ankunft zur Immatrikulation zu melden. Acht Tage
nach dem vorschriftmäßigen Beginnen der Vorlesungen darf, ohne Genehmigung
der von der Regierung hierzu bestimmten Behörde, keine Immatrikulation
mehr Statt finden. Diese Genehmigung wird insbesondere alsdann erfolgen,
wenn ein Studirender die Verzögerung seiner Anmeldung durch Nachweisung
gültiger Verhinderungsgründe zu entschuldigen vermag.
Auch die auf einer Universität bereits immatrikulirten Studirenden müssen
sich bey dem Anfange eines jeden Semesters in den zur Immatrikulation angesetzten
Stunden bey der Kommission melden und sich über den inzwischen gemachten
Aufenthalt ausweisen.
Artikel II.
Ein Studirender, welcher um die Immatrikulation nachsucht, muß der
Kommission vorlegen:
1) wenn er das akademische Studium beginnt — ein Zeugniß seiner
wissenschaftlichen Vorbereitung zu demselben und seines sittlichen Betragens,
wie solches durch die Gesetze des Landes, dem er angehört, vorgeschrieben
ist.
Wo noch keine Verordnungen hierüber bestehen, werden sie erlassen
werden.
Die Regierungen werden einander von ihren über diese Zeugnisse erlassenen
Gesetzen, durch deren Mittheilung an die Bundesversammlung,
in Kenntniß setzen.