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rückgeflutet. Als dann am 12. Dezember 1914, abends, nach einer
Artilleriebeschießung, wie man sie bisher noch nicht erlebt hatte, der
Franzose den Sturm an der Straße Flirep—Thiaucourt wiederholt
hatte, war es ihm nicht besser ergangen. Er war völlig aufgerieben
worden. Die letzten Trümmer der Sturmtruppe hatten sich ergeben
müssen. So blieb an dieser Stelle der Joffresche Angriffsbefehl
gänzlich wirkungslos. Die Franzosen waren unfähig, ihm nachzukommen,
und verhielten sich die nächste Seit überhaupt ruhig.
Nur am KRande der Argonnen suchten sie dem Befehl nachzukommen.
Hier hatten sie sich schon am 20. Oktober 1914 beim Angriff
auf Montfaucon vor dem XVI. Korps eine blutige Schlappe geholt.
Jetzt griffen sie am 20. und 21. Dezember noch einmal in der
Gegend von Bourenuil, Dauquois und nördlich des Waldes von
Malancourt an. Bei Boureuil kam es zu einem wilden Räuserkampf
Zu gleicher Seit liefen die Kranzosen aus dem Walde von Consenvovye
an und versuchten aus dem Ritterwalde zwischen der Feste Troyon
und Les Eparges vorzustoßen: aber alle diese Angriffe waren vergeblich.
Die Kampflinie blieb unverändert. Das gleiche aber war
der ZKauptsache nach in den Argonnen der Fall. Rier wurde mit der
größten Erbitterung Mann gegen Mann gefochten, im wesentlichen
in der Linie Darennes—Dienne le Chateau, doch so, daß ein entscheidender
Erfolg deutscherseits allerdings nicht erfochten wurde, die
Deutschen aber dennoch im Vorteil blieben. Die Franzosen hatten in
diesen Kämpfen, die mit allen Mitteln des Festungskrieges auf nächste
Entfernung geführt wurden und auch den Deutschen schwere Derluste
kosteten, bis Ende Movember 1014 4000 Tote, 12000 Derwundete
und 1500 Gefangene verloren, und mußten ihr II. Korps, das
zuerst die Derteidigung geführt hatte, durch das V. ablösen lassen.
Am 5. Januar 1015 gelang ihnen zwar eine große Sprengung, das
Gefecht endete indessen infolge eines deutschen Gegenstoßes mit der
fast völligen Dernichtung der Garibaldischen Freiwilligen, die hier
auf seiten der Franzosen fochten, und zum Dorteil der Deutschen.
Dom 5. bis 10. Januar wurde dann noch erbittert gekämpft. Schlesische
Jäger warfen den Feind siegreich zurück, mußten aber ihren
Erfolg wieder preisgeben, weil sie keine Unterstützung fanden.
Immerhin hatte die Rückeroberung des Nordargonnen= und des
Biesme-Abschnittes den Deutschen die Möglichkeit gebracht, ihre rechte
lanke fester zu stützen als bisher, und den Franzosen das Beraustreten
aus der Nordwestfront von Derdun unmöglich zu machen.
Der Joffresche Angriffsbefehl aber hatte nur zu Niederlagen geführt.
Dagegen blieb er in der Champagne nicht ohne tatsächliches
Ergebnis. HBier war der Oktober unter lebhaften Gefechten zu
Ende gegangen, im November hatten nur kleinere Susammenstöße
stattgefunden. Anfang Dezember waren sie jedoch lebhafter geworden.
NMordwestlich von Soupir war es sogar zum Tahkampf gekommen.
Dom 17. Dezember an aber bereiteten die Franzosen einen