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Es wird jedoch diese Eigenschaft von den auf der Adresse als inliegend
bemerkten Papieren nie vermuthet, sondern sie muß nebst dem Werthe selbst
auf der Adresse genau angegeben werden, indem nur dann der Postschein
darauf eingerichtet wird und im Verlustfalle der gesetzmäßige Ersatz des erklärten
Werthes erfolgt.
Andere Papiere von Werth, deren etwaiger Verlust unschädlich gemacht
werden kann, als z. B. auf einen bestimmten Inhaber lautende Staatepapiere,
hypothekarische Schuldverschreibungen, Verträge, Rechnungen, Quittungen
und dergleichen, entrichten entweder die Hälfte der Silber-Tare (9. 10)
oder die ganze Päckerei-Tare (§. 6), je nachdem die eine oder die andere für
die Postanstalt gunstiger ist. Es wird jedoch dabei der Werth (sofern nicht der
ufgeber denselben selbst auf der Adresse ausdrücklich und bestimmt höher angiebt,
z. B. durch die Worte „50 Thaler Werth im Verlustfalle“") nie über
25 Thaler hoch bei der Porto-Tarirung angeschlagen und (den Fall jener
höhern Deklaration ausgenommen) mehr nicht im Verlustfalle vergütet, auch
die bloße Aufschrift „inliegend ein Dokument über 1000 Thaler“ nur für eine
allgemeine Angabe des Inhaltes, nicht für eine Angabe des Werthes selbst betrachtet.
Vierter Thschnitt.
Tare für Fahrpost-Sendungen mit den Eilwagen.
Juschlag zur Tare.
. 14.
Kleine Packete und Papiergeld, welche auf ausdrückliches Verlangen des
Absenders mit der Eilpost befördert werden, unterliegen einem Aufschlage von
50 Prozent der gewöhnlichen Fahrpost-Tare (Dritter Abschnitt).
Anwendung auf Brief-Packete.
g. 15.
Auf Schriften und Akten findet dieses nur Anwendung, wenn ihr Ge—
wicht über 16 Loth beträgt; bis zu 16 Loth einschlüssig hingegen zahlen sie,
bei verlangter Beförderung durch den Eilwagen, das Brief-Porto; vorbehältlich
jedoch der Bestimmungen im §. 5 wegen Versendungen im Inlande.