Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1844. (28)

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volle  Betrag  für  dieselben  zur  Gesellschaftskasse  berichtigt  ist;  sie  werden
von  wenigstens  zwei  Direktions-Mitgliedern  oder  Stellvertretern  unterschrieben.
Bis  zur  Ausfertigung  dieser  Aktien  werden  mit  Nummern  bezeichnete  Quittungsbogen
  ausgegeben,  auf  denen  über  die  Einzablungen  von  dem  zur  Empfangnahme
  bestellten  Beamten  unter  Mitunterschrift  eines  Mitgliedes  der  Direktion
quittirt  wird.  Diese  Quittungsbogen  werden  auf  den  Namen  des  ursprünglichen
  Aktien  =  Zeichners  ausgestellt,  und  zwar  in  der  Art,  daß  jeder  Zeichner
für  sämmtliche  von  ihm  gezeichnete  Aktien,  so  lange  nicht  die  Freilassung  von
der  persönlichen  Verhaftung  (§.  15)  erfolgt  ist,  nur  einen  einzigen  Quittungsbogen
  erhält.

S.  14.

Die  Höhe  und  den  Zeitpunkt  der  auf  die  Privat-Aktien  zu  leistenden
Einzahlungen  setzt  die  Direktion  fest.  Die  Einforderung  geschieht  durch
zweimalige  Bekanntmachung  in  den  F.  11  bezeichneten  Blättern,  dergestalt,  daß
die  letzte  Insertion  spaätestens  vier  Wochen  vor  dem  letzten  Einzahlungstage
erfolgen  muß.

K15.

Die  ursprünglichen  Aktien-Zeichner  sind  für  den  vollen  Nominal-Betrag
  ihrer  Aktien  verhaftet  und  können  sich  von  dieser  Verpflichtung  durch
Uebertragung  ihrer  Rechte  an  Andere  nicht  befreien.  Dem  Verwaltungsrathe
der  Gesellschaft  ist  es  jedoch  vorbehalten,  sobald  40  Prozent  eingezahlt  sind,
auf  den  Antrag  der  Direktion  die  Freilassung  der  ursprünglichen  Aktien-Zeichner
von  der  fernern  Verhaftung  zu  beschließen.  Bis  dahin  werden  alle  Einzahlungen
  als  für  Rechnung  des  ursprünglichen  Aktien-Zeichners  geschehen  erachtet.

g.  16.

Zahlt  ein  Aktionair  einen  nach  §.  14  eingeforderten  Einschuß  nicht  spaͤ—
testens  an  dem  bestimmten  letzten  Zahlungstage  ein,  so  verfällt  er  für  jeden
Aktien-Betrag  von  100  Thalern  in  eine  Konventional-Strafe  von  zwei  Thalern.
  Es  wird  sodann  unter  zweimaliger  öffentlicher  Bekanntmachung  (§F.  11)
der  Inhaber  unter  Angabe  der  Nummer  des  Quittungsbogens  aufgefordert,
die  rückständige  schuldige  Rate  nebst  der  Konventional-Strafe  einzuzahlen.

Erfolgt  auch  dann  innerhalb  vier  Wochen  nach  der  letzten  Eimückung  der
Bekanntmachung  die  Zahlung  der  rückständigen  Rate  und  der  Strafe  nicht,  so
verfallen  die  auf  den  betreffenden  Quittungsbogen  gemachten  Einzahlungen  der