Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1844. (28)

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B.  Von  den  General-Versammlungen.
g.  28.

Ueber  besonders  wichtige  Angelegenheiten  der  Gesellschaft  wird  in  General-Versammlungen
  ihrer  Mitglieder  Beschluß  gefaßt.  Eine  solche  Versammlung
wird  in  jedem  Jahre,  der  Regel  nach  im  zweiten  Quartale,  gehalten,  jedoch
auch  außerordentlich  einberufen,  so  oft  es  von  den  drei  hohen  Regierungen,
dem  Verwaltungsrathe  oder  der  Direktion  fuͤr  noͤthig  erachtet  wird.

g.  24.

Die  General-Versammlungen  werden  von  der  Direktion  berufen  und  abwechselnd
  in  Halle,  Merseburg,  Weißenfels,  Naumburg,  Apolda,
Weimar,  Erfurt,  Gotha  und  Eisenach  gehalten,  wenn  nicht  nach  dem
Ermessen  der  Direktion  besondere  Gründe  vorliegen,  sie  in  deren  Sitze  anzuberaumen.


Die  Einladung  erfolgt  durch  dreimalige  Bekanntmachung.  Die  letzte  Insertion
  muß  spätestens  vierzehen  Tage  vor  dem  Tage  der  Versammlurg  erfolgen.

g.  25.

Jede  der  drei  hohen  Regierungen  wird  in  den  General-Versammlungen
durch  das  von  ihr  zu  bestellende  Direktions-Mitglied  (s.  45),  welches  nicht
Aktionair  zu  seyn  braucht,  vertreten  und  übt  durch  dieses  ihr  Stimmrecht  aus.

Denselben  steht  in  jeder  General-Versammlung  ein  Viertheil  der  gesammten
  Stimmen  zu  und  zwar  dergestalt,  daß  von  diesem  Viertheil  auf  Prcußen  3,
auf  Sachsen-Weimar-Eisenach  1  und  auf  Sachsen-Coburg  und  Gotha  3  fallen.

g.  26.

An  den  General-Versammlungen  können  nur  solche  Aktionaire  Theil  nehmen,
  welche  mindestens  fünf  Aktien  oder  dieser  Aktien-Zahl  entsprechende  Quittungsbogen
  besitzen.  Der  Besitz  von  fünf  bis  zehen  Aktien  gewährt  eine
Stimme;  bei  dem  Besitze  einer  größern  Anzahl  steht  jedem  Theilnehmer  für
je  zehen  Aktien  eine  Stimme  zuz  eine  größere  Anzahl  als  zehen  Stimmen  kann
jedoch  kein  Privat-Aktionair  für  sich  in  Anspruch  nehmen.

Bei  Zahlung  der  Stimmen  werden  die  eigenen  des  Aktionairs  mit  denen
seiner  Machtgeber  dergestalt  zusammengerechnet,  daß  ein  in  der  Versammlung
anwesender  Aktionair  für  sich  und  als  Bevollmächtigter  anderer  Aktionaire  zusammen
  höchstens  zehen  Stimmen  erhült.

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