Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1845. (29)

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a)  wenn  und  so  lange  auch  die  Witwe  bei  den  Stiefkindern  Mutterstelle
  vertritt,  sie  erzieht  2c.,  ihr  die  Pension  zu;

b)  besorgt  sie  dagegen  die  Erziehung  ihrer  Stiefkinder  nicht,  so  wird
die  Pension  zwischen  der  Witwe  und  den  sämmtlichen  pensionsfähigen
Kindern  des  Verstorbenen  aus  seinen  verschiedenen  Ehen  nach  Köpfen
gleichmaßig  vertheilt.

III.  Ist  eine  Witwe  nicht  vorhanden,  oder  stirbt  dieselbe,  so  fällt  die  Pension
  den  sämmtlichen  pensionsfähigen  Kindern  des  Mitgliedes  der  Anstalt,
ohne  Unterschied,  ob  sie  aus  einer  oder  mehren  Ehen  abstammen,  zu
gleichen  Theilen  zu.

IV.  Alle  zur  Erledigung  kommenden  Pensions-Antheile  fallen,  so  lange  noch
ein  oder  mehre  pensionsfähige  Angehörige  des  verstorbenen  Vereinsmitgliedes
  vorhanden  sind,  nur  diesen,  nicht  der  Kasse  zu.

S.  21.

Die  Gewährung  der  Pension  erfolgt  von  dem  Tage  an,  mit  welchem  die
Zahlung  der  Besoldung  oder  Pension  des  Verstorbenen  zu  Ende  geht,  und
zwar  in  vierteljährigen  Raten  gegen  gehörige  Quittung  der  Empfangsberechtigten,
  bezüglich  ihrer  Vormünder,  welche  mindestens  mit  der  ersten  Quittung
auch  ihren  Vormundschaftsschein  vorzulegen  haben.  Leben  die  Pensions-Berech--tigten
  im  Auslande  oder  sind  überhaupt  deren  Verhältnisse  nicht  genau  bekannt,
so  müssen  mit  den  Quittungen  zugleich  glaubhafte  Bescheinigungen  eingesendet
werden,  daß  die  Bedingungen,  unter  welchen  der  Pensions-Bezug  Statt  findet,
noch  fortdauern.

#.  22.
Witwen  verlieren  den  Anspruch  auf  Pension:
1)  durch  Wiederverehelichung  und  zwar  vom  Tage  der  letztern  an;
2)  durch  außereheliche  Schwangerschaft;
8)  durch  rechtskraftige  Verurtheilung  zu  Zuchthaus  oder  Strafarbeitshaus,
oder  durch  Einlieferung  in  ein  Zwangsarbeitshaus  oder  Besserungshaus.

g.  23.
Der  Pensions-Anspruch  der  Kinder  eines  Vereinsmitgliedes  erlischt  (6.  20

Ziffer  IV):
1)  mit  dem  erfüllten  zwanzigsten  Lebensjahre;