Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierter Band. (4)

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vielleicht  von  solchen,  die  diesseits  der  Oder,  oder  von  solchen,
  die  jenseits  derselben  lagen?

Jo.  Schulzii  Polonia  nunquam  tributaria.  Gedani,  1694.  4.  hat
seine  Materie  schlecht  ausgeführt.

3.  Erst  seit  den  Zeiten  Kais.  Friederichs  II.  war  die  Unabhaͤngigkeit

  dieses  Fuͤrstenthums,  oder,  wie  man  wohl  richtiger
  sagen  moͤchte,  dieser  Fürstenthümer  vbllig  gesichert,  denn
nie  blieb  hier  mehrere  Regierungen  nach  einander  eine  große
Masse  von  Ländern  vereinigt.  Noch  war  hier  in  diesen  eiten
  kein  Wahlfärstenthum  oder  Wahlreich.  Der  Vater  theilte
das  Erbe  unter  seine  Söhne,  und  die  Söhne  selbst  theilten
ost  wieder  unter  ihren  Erben,  und  wie  Herz.  Boleslaus
1138  III.  seine  Länder  so  getheilt  hatte,  daß  Cracau  stets  dem  ältesten
  gehören,  und  dieser  älteste  über  alle  übrige  ein  Supremat-Recht
  genießen  sollte,  so  entsprangen  gerade  hieraus  nur
noch  größere  Unruhen.

Gleich  sein  Sohn  Uladislaus  hatte  seine  jüngeren  Brüder
  ganz  zu  verdrängen  gesucht,  und  wurde  hierauf  selbst  von
der  Weichsel  hinweggetrieben.  Seine  Söhne  erhielten  sich
nur  noch  an  der  Oder  im  heutigen  Schlesien.  Dort  theilte
sich  auch  ihr  Stamm  in  mehrere  Fürstenthümer,  und  der
letzte  Zweig  dleses  Stamms  ist  erst  zu  Anfang  des  letzten
Viertels  des  vorigen  Jahrhunderts  mit  den  Herzogen  von
Lignitz,  Brieg  und  Wohlau  ausgestorben.

4,  Wäre  auch  nicht  der  größte  Theil  des  Landes  an  der
Weichsel  eine  große,  unübersehbare  Ebene  gewesen,  und  hätten
  nicht  die  steten  Kriege  gegen  Russen,  Preußen  und
Deutsche  immer  neue  Vereinigungen  zu  einem  großen  Heerführer
  nothwendig  gemacht,  vielleicht  würde  nie  dort  ein  Koͤ-nigreich
  entstanden  seyn.  Der  härteste  Kampf  war  gegen  die
Prcußen.  Wie  auch  Herz.  Conrad  von  Masovien,  ein  En-