Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1864. (48)

Regierungs-Blatt

für  das
Großherzogthum
Sachsen-Weimar-Eisenath.

Nummer  10.  Weimar.  15.  Mai  1864.

Wir  Carl  Alexander,

von  Gottes  Gnaden
Großherzog  von  Sachsen-Weimar-Eisenach,  Landgraf  in  Thüringen,
Markgraf  zu  Meißen,  gefürsteter  Graf  zu  Henneberg,  Herr  zu
Blankenhayn,  Neustadt  und  Tautenburg
7.  NA.

Auf  Grund  des  Artikel  7  des  Staatsvertrages  mit  der  Krone  Bayern  die
Zoll=  und  Handels-Verhältnisse,  desgleichen  die  Besteuerung  der  innern  Erzeugnisse
  im  Großherzoglichen  Vordergerichte  Ostheim  betreffend,  vom  24.  Mai  1843
(Seite  47  ff.  des  Regierungs-Blattes  vom  Jahre  1843)  verordnen  Wir  hierdurch,
wie  folgt:

Die  Königlich  Bayerischen  Vorschriften  über  die  Erhebung  des  Malzaufschlags
  von  trockenem  Malz  und  Grünmalz,  sowie  über  die  Zulassung
von  Quetschmaschinen  zur  Bereitung  des  Grünmalzes,  welche  nachstehend
  unter  I  und  II  zur  öffentlichen  Kenntniß  gebracht  werden,  finden
auch  in  dem  Großherzoglichen  Amtsbezirke  Ostheim,  mit  Ausschluß  des
Ortes  Melpers,  Anwendung.

Die  nach  Beilage  II  den  Königlich  Bayerischen  Behörden  ertheilten
Befugnisse  sind  durch  die  zuständigen  Großherzoglichen  Behörden  auszuüben
(O.  §.  3  des  Gesetzes  vom  19.  Juli  1843  Seite  57  des  Regierungs-Blattes
  vom  Jahre  1843  und  das  Gesetz  vom  2.  Oktober  1849,  die
Befugnisse  des  Großherzoglichen  General-Inspektors  betreffend,  Seite  183  ff.
des  Regierungs-Blattes  vom  Jahre  1849).  Es  tritt  daher  an  die  Stelle
des  „Ober-Aufschlagamtes“  das  „Großherzogliche  Ober-Aufschlagamt  zu

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