Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1868. (52)

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sie  auf  ein  und  demselben  Blatte  oder  Bogen  gedruckt,  lithographirt  oder  metallographirt
  sind,  unter  einem  Bande  versendet  werden.

VII.  Die  Versendung  der  bezeichneten  Gegenstände  gegen  die  ermäßigte  Taxe
ist  unzulässig,  wenn  dieselben,  nach  ihrer  Fertigung  durch  Druck  u.  s.  w.,  irgend
welche  Zusätze,  —.  mit  Ausnahme  des  Orts,  Datums  und  der  Namensunterschrift,
beziehungsweise  Firma-Zeichnung  —,  oder  Aenderungen  am  Inhalte  erhalten  haben.
Es  macht  dabei  keinen  Unterschied,  ob  die  Zusätze  oder  Aenderungen  geschrieben  oder
auf  andere  Weise  bewirkt  sind,  z.  B.  durch  Stempel,  durch  Druck,  durch  Ueberkleben
  von  Worten,  Ziffern  oder  Zeichen,  durch  Punktiren,  Unterstreichen,  Durchstreichen,
  Ausradiren,  Durchstechen,  Ab=  oder  Ausschneiden  einzelner  Worte,  Ziffern
oder  Zeichen  u.  s.  w.  Anstriche  am  Rande  zu  dem  Zwecke,  die  Aufmerksamkeit
des  Lesers  auf  eine  bestimmte  Stelle  hinzulenken,  sollen  jedoch  gestattet  sein.

VIII.  Auf  der  inneren  oder  äußeren  Seite  des  Bandes  dürfen  Zusätze  irgend
welcher  Art,  welche  keinen  Bestandtheil  der  Adresse  bilden,  sich  nicht  befinden,  mit
Ausnahme  des  Namens,  der  Firma,  so  wie  des  Wohnorts  des  Absenders.

IX.  Unter  die  verbotenen  Zusätze  ist  das  Koloriren  von  Modebildern,  Landkarten
  rc.  nicht  zu  rechnen;  die  Bilder  und  Karten  dürfen  aber  keine  Handzeichnung,
sondern  müssen  durch  Holzschnitt,  Lithographie,  Stahlstich,  Kupferstich,  Photographie
  u.  s.  w.  hergestellt  sein.

X.  Bei  Preis-Kouranten,  Kours-Zetteln  und  Handels-Cirkularen  ist,  außer
den  nach  Abs.  VII  anwendbaren  Zusätzen,  die  handschriftliche  Eintragung  der  Preise,
so  wie  des  Namens  des  Reisenden,  ferner  die  handschriftliche  oder  auf  mechanischem
  Wege  bewirkte  Aenderung  der  Preisansätze,  so  wie  des  Namens  des  Reisenden
  gestattet.

XI.  Den  Korrektur-Bogen  können  Aenderungen  und  Zusätze,  welche  die  Korrektur,
  die  Ausstattung  und  den  Druck  betreffen,  hinzugefügt,  auch  kann  denselben
das  Manustkript  beigelegt  werden.  Die  bei  Korrektur-Bogen  erlaubten  Zusätze  können
in  Ermangelung  des  Raumes  auch  auf  besonderen,  den  Korrektur-Bogen  beigefügten
Zetteln  angebracht  sein.

XII.  Sendungen,  welche  sich  zur  Beförderung  gegen  die  ermäßigte  Taxe  nicht
eignen,  können  vor  der  Absendung  dem  Aufgeber  zurückgestellt  werden.

XIII.  Drucksachen  müssen  frankirt  sein  und  dürfen  das  Gewicht  von  ½  Pfund
nicht  übersteigen.  Zur  Frankirung  sind  thunlichst  Post-Freimarken  zu  verwenden.

8.  16.
Waarenproben  (Waarenmuster).
I.  Gegen  die  für  Waarenproben  (Waarenmuster)  bei  ihrer  Beförderung  mit