Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1894. (78)

77

8  76.
Zu  §  111.
Derselbe  erhält  folgende  veränderte  Fassung:

Soweit  Dienstreisen  nicht  auf  Eisenbahnen  und,  die  Klassen  VI,  VII
und  VIII  anlangend,  nicht  mittels  Post  zurückzulegen  sind,  können
Reisekosten,  einschließlich  der  Kosten  der  Beförderung  des  Reisegepäcks,
  statt  des  wirklichen  Aufwandes  und  ohne  Rücksicht  darauf,  ob
und  in  welcher  Höhe  ein  solcher  erwächst,  in  Ansatz  gebracht  werden:

a)  von  Personen  der  Klassen  W  und  VI  mit  30  ,

b)  „  „  „  „  VlII  und  VIII  „  20  „,

c)  „  „  „  Klasse  IX  mit  10  „
für  jedes  Kilometer  des  Weges  (§  99).  Der  aus  den  Einzelstrecken
des  bei  der  Dienstreise  zurückzulegenden  Weges  in  der  Summe  etwa
sich  mit  ergebende  Bruchtheil  des  Kilometers  wird  für  ein  volles
Kilometer  gerechnet.

Für  Strecken,  welche  während  des  Dienstgeschäftes  selbst  zu  Fuß
zurückgelegt  werden,  dürfen  Kilometergebühren  nicht  in  Ansatz  gebracht
  werden;  dies  gilt  aber  nicht  auch  für  Fälle,  in  welchen  —  wie
z.  B.  bei  Botengängen,  bei  Gefangenenbegleitung,  bei  Begleitung  von
Pulvertransporten,  —  die  Zurücklegung  des  Weges  selbst  zum  Zweck
des  Dienstgeschäftes  gehört.

Anmerkung:  Wird  für  einen  Theil  des  zurückzulegenden  Weges,  z.  B.  für
den  Hinweg  oder  den  Rückweg,  der  Aufwand  für  Fuhrwerk  (§  110)
berechnet,  so  bedarf  die  Berechnung  von  Kilometergebühr  für  den
übrigen  Theil  des  Weges  besonderer  Rechtfertigung.

§  77.
*  114  Abschnitt  B
erhält  folgende  Ueberschrift:
Gebühren  des  Bezirksarztes  oder  dessen  Stellvertreters.
Auch  im  Uebrigen  wird  in  diesem  Paragraphen  das  Wort:
„Amtsphysikus“  durch  „Bezirksarzt“  ersetzt.