Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1895. (79)

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Bei  den  Revisionen  sind  folgende  Punkte  festzustellen:

Ist  das  nach  §  105  Abs.  2  der  Gewerbeordnung  und  B.  IV.  Ziffer  9

dieser  Anweisung  vorgeschriebene,  von  den  Gewerbetreibenden  zu  führende
Verzeichniß  vorhanden  und  ordnungsmäßig  geführt?

Sind  in  Betrieben,  welche  von  den  durch  die  Bestimmungen  des  Bundesraths

  zugelassenen  Ausnahmen  Gebrauch  machen,  die  vorgeschriebenen
Aushänge  der  Ausnahmevorschriften  vorhanden?

.Für  den  Fall,  daß  zur  Zeit  der  Revision  eine  Beschäftigung  nach  der

Ausnahmevorschrift  in  §  1054  stattfindet,  sind  die  vorgeschriebenen  Aushänge
  vorhanden?

Stimmt  die  Beschäftigung  der  Arbeiter  mit  den  erlassenen  Ausnahmevorschriften

  überein,  werden  insbesondere  die  Arbeiter  nicht  länger  als
zulässig  beschäftigt  und  werden  die  in  den  Genehmigungsbedingungen
vorgeschriebenen  Ruhezeiten  gewährt?

III.  Nach  jeder  Revision  ist  auf  dem  unter  II,  1  bezeichneten  Verzeichniß,

sowie  auf  den  unter  II,  2  und  3  bezeichneten  Aushängen  ein  Revisionsvermerk
zu  machen.

IV.  In  Fällen,  in  denen  es  der  Ortspolizeibehörde  zweifelhaft  ist,  ob

die  Beschäftigung  von  Arbeitern  mit  den  gesetzlichen  oder  Ausnahmevorschriften
in  Einklang  steht,  hat  sie  vor  Erstattung  der  Strafanzeige  an  den  Großherzog-=lichen
  Bezirksdirektor  zu  berichten  und  dessen  Entscheidung  einzuholen.

Weimar,  den  11.  März  1895.

Großherzoglich  Sächsisches  Staats-Ministerium,
Departement  des  Innern.
v.  Groß.

Anlage  1.