ziemlich alle Kommandobehörden, mein Oberkommando nicht ausgeschlossen,
erstatteten. Sle haben zwelfellos auch die O. S. K. in übertriebene Slegesgewißhett
versetzt und später beim jähen Umschwung vielleicht mit zu der
pessimtstischen Auffassung des Thefe des Generalstabe des Feldheeres beigetragen,
als General Joffre aus seinem pPfluchtartigen Rückzuge“ hinter
die Marne heraus zum Gegenangriff gegen das überanstrengte deutsche
Zeer vorbrach. Solche Meldungen reimten sich schlecht mit der bitteren
erfahrung, daß die Truppe immer wieder gegen unerschütterte Zampffronten
anrennen mußte. So war es auch nach Uberwindung der im
berrlichen Siegesgefühl bezwungenen Maas-KTiederung, in deren kühle
Wiesengründe wieder so vlele treue Rämpfer gebettet wurden. Der Vormarsch
der 5. Armee westlich der Maas wurde der Auftakt zu neuen Schlachtverwickelungen.
Am I. September erschlen Seine Majestät der Kalser, von allen Truppen
jubelnd begrüßt, auf meinem Gefechtestande in Beuveille bei einfachen
französischen Bauersleuten. Deren hübsche richte sah den Raiser mit
starren Augen an und fragte mich dann: „Est-ce vraiment le Kaiser?
Mais il n'a pas lL’air si farouche, c'’est un homme treès beau.“ Sie
dachte wohl an die in den französischen Zeltungen verbreiteten Karlkaturen
und war nun ehrlich erstaunt. Dle Gemelnde Berweille war trotz der zum
Teil schlimmen Ferstörung ihres Dorfes nicht geflohen und durfte auch später
meines besonderen Schutzes sicher sein. Der Ort wurde nachmale bekannt
als Quartier des für die Ausbildung im schweren Infanterlekampf bahnbrechend
wirkenden Sturm- und Lehrbataillons des Sauptmanne Rohr.
Seiner Majestät konnten bereits die welteren Absichten der Armee
vorgetragen werden, nachdem der zum VI. A. R. und XVIII. R. 3. der
4. Armee entsandte Verbindungsoffizier zurückgekehrt war. Im Slnne
schärfster Derfolgung waren dort angesetzt: XVIII. R. R. über Authe —
Briquenap — Grandpré auf Ville fur Tourbe, VI. A. N. über Buzancy —
St. Juvin auf Darennes. Dae Roavallerie-RNorps Sollen sollte von Stenay
über Nouart vor den Anfängen beider Armeekorpe vorbei und welter über
Grandpré die Argonnen durchstoßen. Die vor Montmédy nicht mehr benötigte
Landwehr-Diotsion des Generalleutnante Franke folgte über Stenay
zur Derfügung der Armee. Dae XIII. A. R. wurde über Banthéville auf
Cheppy, das XVI. A. K. über Montfaucon auf Avocourt angesetzt. Oge
VI. R. R. sollte zur Verfügung der Armee vorläufig um Brieulles verblelben.
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