Full text : Eperimentelle und kritische Beiträge zur Neubearbeitung der Vereinbarungen. I. Band. (1)

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diesen  I,ösungen  in  jeweils  die  gleiche  Menge  Kaliumjodidlösung  titriert  wurde.  Das
Verhältnis  der  stöchiometrisch  berechneten  zu  der  tatsächlich  verbrauchten  Menge
Quecksilberchlorid  ergibt  für  jede  Konzentration  den  Korrektionsfaktor.  Da  man  bei
der  praktischen  Anwendung  die  Quecksilberkonzentration  nicht  kennt,  sondern  eben
durch  die  Analyse  ermitteln  will,  wurden  die  Faktoren  nicht  auf  die  Konzentration
sondern  auf  die  Anzahl  ccm  bezogen,  welche  gebraucht  wurden,  um  in  2  ccm  einer
etwa  1,25-normalen,  mit  Silbernitratlösung  genau  eingestellten  Jodkaliumlösung,  entsprechend
  etwa  2,5  Millimol  KJ,  die  Endreaktion  hervorzurufen.  Der  Faktor  bedeutet
alsdann  die  Zahl,  mit  der  die  verbrauchte  Anzahl  ccm  zu  multiplizieren  ist,  um  die
Anzahl  ccm  zu  erhalten,  welche  der  Berechnung  zugrunde  zu  legen  ist.  An  einem
Beispiel  sei  die  Art  der  Bestimmung  ausführlich  erläutert.

Von  einer  Sublimatlösung,  welche  in  100  ccm  453,2  mg  HgCl,  enthielt,  wurden  zur  Titration
von  207  ccm!)  einer  eingestellten  Jodkaliumlösung  a)  35,35,  h)  35,37,  c)  35,40,  d)  35,40,  also  im
Mittel  35,38  cem  =  160,33  mg  HgCl,  verbraucht.  2,07  ccm!)  Jodkaliumlösung  entsprachen  bei
der  Einstellung  25,04  cenı  einer  0,09931-n  Silberlösung,  sind  also  äquivalent

a:  —  O9  168,41  mg  HgQ),.
a  16841
Daraus  ergibt  sich  der  Faktor  zu  160,33  —  1,050.

In  analoger  Weise  wurden  die  Faktoren  für  verschiedene  Quecksilberchloridlösungen
  unter  Anwendung  stets  der  gleichen  Jodkaliummenge  bestimmt.  Die  Ergebnisse
  sind  in  folgender  Tabelle  zusammengestellt:

Tabelle  1.

Zur  Titration  von  2,07  ccm  etwa  1,25  normaler  KJ-Lösung  wurden
verbraucht  v  ccm  HgCl,-Lösung,  während  sich  vf  ccm  berechnen.

ccm  Korrektions-  ccm  Korrektions-HgCl,
  —  Lg.  faktor  HgCl,  —  Leg.  faktor
v  f  v  f
21,63  1,035  50,75  1,072
26,75  1,042  53,94  1,074
*  26,76  1,047  *  54,00  1,078
*  26,80  1,045  *  54,05  1,077
*  54,10  1,076
28,27  1,044  54,30  1,072
30,40  1,099  64,50  1,084
33,95  1,051  65,75  1,085
35,38  1,050  69,85  1,094
44,90  1,067  70,20  1,089
45,05  1,064
45,10  1,064
45,15  1,063

Wie  aus  der  Tabelle  1  und  ihrer  graphischen  Wiedergabe  in  Fig.  1  hervorgeht,
steigen  die  Faktoren  recht  regelmäßig  mit  der  Anzahl  der  zur  Titration  verbrauchten
ccm  Quecksilberlösung,  d.  h.  mit  deren  Verdünnung.  In  den  mit  *  bezeichneten

!)  Mit  Wasser  ausgewogene  Pipette.