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Erleichterung des Verkehrs und zur Erhöhung der Feuersicherheit Veränderungen
in der Richtung und an der Breite der vom Brande getroffenen Straßen und
Plätze innerhalb des bezüglichen Terrains erforderlich und bezüglich nach Lage der
Sache ausführbar seien. Zu diesem Behufe hat der Gemeindevorstand die schleunige
Aufräumung der Brandstätten, die Freilegung von Fluchtlinien der Straßen
und Plätze, sowie der Grenz= und Scheide-Linien der einzelnen Grundstücke zu veranlassen.
8. 16.
Ist ein genauer, resp. genügender, von einem Sachverständigen aufgestellter
und bezüglich von der Großherzoglichen Steuerrevision beglaubigter Situationsplan
nicht vorhanden, so muß die Vermessung und Aufnahme der Oertlichkeit, im Betreff
deren nach §. 15 oben bauliche Veränderungen in Frage kommen, durch einen verpflichteten
Feldmesser erfolgen. Die vom Brande betroffenen und verschont gebliebenen
Gebäude sind durch Verschiedenheit der Farbe in dem desfalls anzufertigenden
Situationsplane bemerklich zu machen.
Der Situationsplan muß, insoweit nicht andere vorhandene Pläne zur Ergänzung
dienen, auch diejenigen Ortstheile, deren Lage bei den für den Wiederaufbau
anzuordnenden Veränderungen maßgebend ist, wenigstens in ihren Umrissen enthalten;
namentlich sind in den Situationsplau mit aufzunehmen die Ortsausgänge,
die den Ort berührenden Chausseezüge, die Bahnhöfe, Marktplätze, Kirchen u. s. w.
des betreffenden Ortes.
Dem Situationsplane ist ein Nivellementsplan beizufügen. Für beide Pläne
sind die Vorschriften in den §§. 4, 5, 6, oben maßgebend.
8. 17.
Der von dem Gemeindevorstande bezüglich als Orts-Polizeibehörde unter Zuziehung
eines Bautechnikers bezüglich sonstiger geeigneter Sachverständiger entworfeene
Wiederherstellungs-Plau (Brandbau-Plan) ist, insofern das Gemeindeinteresse hiervon
berührt wird, und namentlich im Falle einer der Gemeinde nach §. 9 al. 7
des Gesetzes vom 29. April 1829 obliegenden Entschädigungspflicht dem Gemeinderathe
(Gemeinde-Versammlung) und unter allen Umständen den betheiligten bezüglich
vom Brande beschädigten Privatpersonen zur Erklärung binnen einer festzusetzenden
kurzen, aber ausreichenden Frist mit den erforderlichen Erläuterungen vorzulegen.
Gleichzeitig ist Seitens des Gemeindevorstandes der Versuch zu machen, die
für den Fall der Genehmigung des Wiederherstellungs-Planes zu leistenden Entschädigungssummen
auf Grund einer nach den Grundsätzen in dem §. 9 al. 4 des
eit. Gesetzes vom Gemeindevorstande zu entwerfeuden Entschädigungsberechnung event.