Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1873. (57)

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2)  unter  Kuratel  stehende  Personen,  sowie  diejenigen,  welche  ihre  Zahlungen
eingestellt  und  sich  nicht  vollständig  mit  ihren  Gläubigern  regulirt  haben;
3)  Personen,  welche  nicht  im  Vollbesitze  der  bürgerlichen  Ehrenrechte  sind.

§.  32.

Jedes  Mitglied  des  Aufsichtsraths  muß  mit  Prioritäts-Stamm-Aktien  oder
Stamm,-Aktien  im  Nominalbetrage  von  zweitausend  Thalern  bei  der  Gesellschaft  betheiligt
  sein.  Diese  Aktien  nebst  Talons  und  Dividendenscheinen  sind  im  Archive
der  Gesellschaft  zu  hinterlegen  und  dürfen  während  der  Dauer  der  Funktion  und
bis  zur  Entlastung  des  betreffenden  Mitgliedes  nicht  veräußert  werden.

§.  33.

Jedes  Mitglieb  des  Aufsichtsraths  kann  sein  Amt  nach  vorgängiger  vierwöchentlicher
  schriftlicher  Aufkündigung  niederlegen,  und  muß  dasselbe  niederlegen,  wenn  dies
auf  Antrag  des  Aufsichtsraths  von  einer  General-Versammlung  beschlossen  wird.

Wenn  einer  der  im  §.  31.  al.  3  erwähnten  Fälle  der  Wahlunfähigkeit  eintritt,
  scheidet  das  betreffende  Mitglied  sofort  aus.

Für  ein  ausgetretenes  oder  ausgeschiedenes  Mitglied  haben  die  übrig  gebliebenen
  die  Ersatzwahl  bis  zur  nächsten  General-Versammlung  vorzunehmen,  welche
letztere  für  die  weitere  Dauer  der  Funktionszeit  des  betreffenden  Mitgliedes  die
Vakanz  zu  besetzen  hat.  Diese  Bestimmung  findet  gleichfalls  Anwendung,  wenn  ein
oder  mehrere  neugewählte  Mitglieder  (§.  29)  die  Annahme  des  Amtes  ausschlagen
sollten,  was  angenommen  wird,  sofern  sie  sich  binnen  acht  Tagen  nach  geschehener
Benachrichtigung  von  der  auf  sie  gefallenen  Wahl  nicht  schriftlich  zur  Annahme
bereit  erklärt  haben.

§.  34.

Der  Aussichtsrath  wählt  alljährlich  aus  seiner  Mitte,  und  zwar  aus  den  im
Deutschen  Reichsgebiete  wohnenden  Mitgliedern,  einen  Vorsitzenden  und  einen  Stellvertreter
  für  denselben.  «

Bei  dieser  Wahl,  und  wenn  der  Vorsitzende  und  dessen  Stellvertreter  abwesend
  oder  ausgeschieden  sind,  führt  das  den  Jahren  nach  älteste  Mitglied  den
Vorsitz.

Der  Stellvertreter  des  Vorsitzenden  hat,  sobald  er  in  Vertretung  desselben
handelt,  überall  die  gleichen  Rechte  und  Pflichten,  wie  der  Vorsitzende  selbst.  Dritten
Personen  und  Behörden  gegenüber  bedarf  es  für  die  Gültigkeit  der  von  ihm  voll-