Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1865. (42)

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Hat  die  Königlich  Württembergische  Regierung  gegen  die  vorgedachte  Nachweisung
Erinnerungen  zu  machen,  so  sind  diese  längstens  innerhalb  drei  Monaten  abzugeben.

In  gleicher  Weise  ist  auch  bei  Ergänzungsbauten  und  spätern  Erweiterungen  eine  Nachweisung
  über  die  biefür  bestrittenen  Baukosten  der  Königlich  Württembergischen  Regierung
mitzutheilen.

Artikel  13.

Die  Königlich  Württembergische  Regierung  behält  sich  das  Recht  vor,  das  Eigenthum
der  zufolge  gegenwärtigen  Vertrages  auf  ihrem  Gebiete  angelegten  Badischen  Bahnstrecke
nach  vorausgegangener  dreijähriger  Kündigung  an  sich  zu  zieben.  Wird  von  diesem
Rechte  Gebrauch  gemacht,  so  find  der  Großherzoglich  Badischen  Regierung  die  nach  Art.  12
nachgewiesenen  und  anerkannten  Anlagekosten  für  die  erstmalige  Herstellung  der  Bahn  und
der  etwaigen  Ergänzungen  und  Erweiterungen  nach  akleinigem  Abzuge  des  Minderwerthes
der  einer  Abnützung  und  der  Fäulniß  unterworfenen  Theile  zu  vergüten.

Mit  dem  erfolgten  Rückkauf  der  auf  Württembergischem  Gebiet  gelegenen  Bahnstrecke
varf  jevoch  der  Betrieb  der  alsdann  vem  Eigenthumerechte  nach  getheilten  Bahn  nicht  einseitig
  eingestellt  werden,  vielmehr  hat  jede  Regierung  in  Ermanglung  einer  Verständigung
  über  den  einheitlichen  Betrieb  der  Verbindungsbahn  für  den  Betrieb  der
ihrem  Gebiet  gelegenen  Strecke  zu  sorgen.

Bevor  jedoch  eine  Aenderung  in  den  bisberigen  Betriebsverhältnissen  eintritt,  hat  über
die  künftige  Wechselstation  eine  Verständigung  vorauszugehen,  welche  innerhalb  ver  Künvigungsfrist
  erfolgen  muß.

in

Artikel  14.

Bei  dem  Fahrtenplan  für  die  Wertheim-Mergentheimer  Bahn  ist  darauf  Bedacht  zu
nehmen,  daß  die  Fahrten  an  der  Wechselstation  Mergentheim  und  Lauda  nach  Zulassun
der  übrigen  Betriebsverhältnisse  gehörig  ineinandergreifen  und  daß  auf  derselben  in  ver
Richtung  nach  Crailsheim  sowohl,  als  in  jener  nach  Wertheim,  beziehungsweise  Heidelberg
und  Würzburg  täglich  mindestens  drei  Fahrten  stattfinden.

Die  Königlich  Württembergische  und  Großberzoglich  Badische  Eisenbabnverwaltung
werden  sich  die  Entwürfe  zu  den  Fahrplanen  für  ibre  in  Mergentheim  zusammentreffenden
beiverseitigen  Bahnen  möglichst  bald  mittheilen  und  etwaige  Bemerkungen  des  andern
Dheils  thunlichst  berücksichtigen.