Metadata : Unser Preußen.

272.  Dritter  Zeitraum.

Anstrengung  und  Entbehrung  dieser  ersten  Kriegswoche  sich  einige  Tage  erholen.
  —  Die  zweite  Armee  suchte  (am  28.  Juni)  in  drei  Abteilungen  das
Gebirge  zu  überschreiten:  der  rechte  Flügel  durch  den  Paß  von  Trautenau,
das  Centrum  (die  Garde)  durch  den  Paß  von  Braunau  (Eipel),  der  linke
unter  General  von  Steinmetz  durch  den  Paß  von  Nachod.  Die  Pässe  selber
waren  unbesetzt,  die  Osterreicher  hatten  sich  vor  denselben  aufgestellt.  Steinmetz
warf  in  einem  glänzenden  Gefecht  bei  Nachod  die  Osterreicher  zurück,  nahm
nach  blutigem  Kampfe  Skalitz  und  drang  unter  weiteren  Kämpfen  bis  ins
Elbthal.  Nicht  so  glücklich  focht  der  rechte  Flügel.  Er  hatte  zwar  Trautenan

 

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genommen,  auch  den  Feind  von  den  die  Stadt  umragenden  Höhen  vertrieben;
als  aber  Gablenz  mit  Verstärkungen  zurückkehrte,  zogen  sich  die  Preußen
sogar  bis  über  die  Grenze  zurück.  Dieser  Unfall  hätte  leicht  dem  ganzen
Heere  verderblich  werden  können;  deshalb  erhielt  die  Garde,  die  ohne  Widerstand
  bis  Eipel,  eine  Meile  südlich  von  Trautenau,  gekommen  war,  den
Befehl,  Gablenz  in  die  rechte  Flanke  zu  fallen.  Es  geschah;  der  Feind
wurde  bei  Soor  mit  großem  Verlust  zurückgeschlagen  und  Trautenau  von
der  Garde  wieder  besetzt.  Jetzt  standen  alle  drei  Armeen  in  Böhmen.

Am  1.  Juli  traf  König  Wilhelm,  begleitet  von  Bismarck,  Roon  und
Moltke,  bei  seiner  böhmischen  Armee  ein,  übernahm  den  Oberbefehl  und  führte
selber  seine  Truppen  schon  am  dritten  Tage  in  die  Entscheidungsschlacht