Full text : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuß Älterer Linie. 1877. (26)

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25.  Negi  s-Bekanntmachung  vom  20.  September  1877,
betreffend  Abänderungen  und  Ergänzungen  der  Telegraphen-Ordnung  vom
21.  Juni  1872  und  der  Verordnung  vom  24.  Januar  1876,  betreffend  Abänderungen
  und  Ergänzungen  der  Telegraphen-Ordnung  vom  21.  Juni  1872.

Nachstehend  wird  eine  von  dem  Herrn  Reichskanzler  unterm  26.  vorigen  Monats
erlassene  Verordnung,  betreffend  Abänderungen  und  Ergänzungen  der  Telegraphen-Ordnung
vom  21.  Juni  1872  (Neichsgeseblatt  von  1872  S.  213)  und  der  Verordnung  vom
24  Je  16576.  betreffend  Abänderungen  und  Ergänzungen  der  Telegraphen-Ordnung

.Juni  1872  (Centralblatt  für  das  Deuische  Reich  von  1876  S.  101)  noch
bran  ,  zur  Psenslicen  Kenntniß  gebracht.

Greiz,  am  20.  September  1377.

Fürstlich  Reuß-Pl.  Landesregierung.
Faber.

C.  Perthes.

 

Verordnung,  betreffend  Abänderungen  und  Erhanzunsen  der  Telegraphen-Ordnung

  vom  21.  Juni  1872  und  der  Verordnung  vom  24.  Januar  1876,

betreffend  Abänderungen  und  Erhänzungen,  “-  Telegraphen-Ordnung  vom
.  Jun

1.
Aufgabe  von  Telegrammen.

Im  deutschen  Reichs-Post=  und  Telegraphengebiet  können  Telegramme  auch  bei  den
Bahnposten,  und  zwar  in  der  Regel  mittels  der  Briefeinwürfe  an  den  Postwagen,  zur
Beförderung  an  die  nächste  Telegraphenanstalt  eingeliefert,  sowie  den  Telegraphenboten  und
den  Landbriefträgern  bei  der  Bestellung  von  Telegrammen  oder  Postsendungen  zur
sorgung  der  Aufgabe  übergeben  werden.  Jerner  können  an  größeren  Verkehrsorken  sämmtliche
  Postanstalten,  auch  wenn  mit  diesen  eine  Telegraphen-Betriebsstelle  nicht  verbunden
ist,  zur  Annahme  von  „Telegrammen  ermächtigt,  und  kann  die  Benutzung  der  Brieskasten
zur  Auflieferung  von  Telegrammen  gestattel  werden.

Bei  der  Mitnahme  der  Telegramme  durch  die  Telegraphenbolen  und  die  Landbriefträger
  kommt  eine  Zuschlagsgebühr  von  10  e  für  jedes  Telegramm  zur  Erhebung.

Beterefäisceri,
Die  Weiterbeförderung  von  Telegrammen  über  die  Telegraphenlinien  hinaus  erfolgt
nach  Wunsch  des  Absenders  entweder  durch  die  Post  mittels  eingeschriebenen  oder  gewöhnlichen
  Briefes,  oder  durch  Eilboten,  oder  durch  Post=  urd  Eilboten,  oder  durch  Estafette.