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5) auf Festungshaft oder Gefängniß bis zu zwei Jahren oder auf Geldstrafe
von mehr als einhundertfünfzig bis zu sechstausend Mark erkannt
ist, in fünf Jahren;
6) auf Haft oder auf Geldstrafe bis zu einhundertfünfzig Mark erkannt
ist, in zwei Jahren.
Die Verjährung beginnt mit dem Tage, an welchem das Urtheil rechtskräftig
geworden ist.
§. 71.
Die Vollstreckung einer wegen derselben Handlung neben einer Freiheitsstrafe
erkannten Geldstrafe verjährt nicht früher, als die Vollstreckung der Freiheitsstrafe.
§. 72.
Jede auf Vollstreckung der Strafe gerichtete Handlung derjenigen Behörde,
welcher die Vollstreckung obliegt, sowie die zum Zwecke der Vollstreckung erfolgende
Festnahme des Verurtheilten unterbricht die Verjährung.
Nach der Unterbrechung der Vollstreckung der Strafe beginnt eine neue
Verjährung.
Fünfter Abschnitt.
Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen.
§. 73.
Wenn eine und dieselbe Handlung mehrere Strafgesetze verletzt, so kommt
nur dasjenige Gesetz, welches die schwerste Strafe, und bei ungleichen Strafarten
dasjenige Gesetz, welches die schwerste Strafart androht, zur Anwendung.
§. 74.
Gegen denjenigen, welcher durch mehrere selbständige Handlungen mehrere
Verbrechen oder Vergehen, oder dasselbe Verbrechen oder Vergehen mehrmals
begangen und dadurch mehrere zeitige Freiheitsstrafen verwirkt hat, ist auf eine
Gesammtstrafe zu erkennen, welche in einer Erhöhung der verwirkten schwersten
Strafe besteht.
Bei dem Zusammentreffen ungleichartiger Freiheitsstrafen tritt diese Erhöhung
bei der ihrer Art nach schwersten Strafe ein.
Das Maß der Gesammtstrafe darf den Betrag der verwirkten Einzelstrafen
nicht erreichen und fünfzehnjähriges Zuchthaus, zehnjähriges Gefängniß
oder fünfzehnjährige Festungshaft nicht übersteigen.
§. 75.
Trifft Festungshaft nur mit Gefängniß zusammen, so ist auf jede dieser
Strafarten gesondert zu erkennen.
Ist Festungshaft oder Gefängniß mehrfach verwirkt, so ist hinsichtlich der
mehreren Strafen gleicher Art so zu verfahren, als wenn dieselben allein verwirkt
wären.
Die Gesammtdauer der Strafen darf in diesen Fällen fünfzehn Jahre nicht
übersteigen.