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Decrete anerkennen mußte, weil selbst doch auch in der General=
Amnestie, wie er sie gnadevoll mittheilte, wie er huldreichst
aufhob, was er während der letzten neun Jahre gegen
manchen Basler Freund in Deutschland verfügt hatte, eine
Ausäbung seines Rechts zu seyn schien. Doch ward auch
hier schon wegen der Bisthümer Freisingen und Oesel, weil
vielleicht Eugen in diesem doppelten Falle sein, besonderes
Interesse hatte, eine schlaue Ausnahme noch beigefügt, die
auch dießmal vorläufig schon zeigen mußte, wie wenig der-Pabst
irgend etwas redlich ganz den Deutschen zu geben Lust
hatte.
Noch blieb denn der Hauptpunkt, ob Eugen die Deutsche
Acceptation der Basler Decrete erkennen, ob er uns ewig freisprechen
werde von allen den Lasten, von welchen die Bäter
zu Basel die ganze Christenheit freigesprochen hatten. Hier
galt's einen ewigen unersetzlichen Verlust der päbsilichen Kammer,
hier galt's die lucrativsten Rechte seiner zahlreichen, auf
Hoffnung lebenden Canzlei, den reichhaltigsten Accidentien der
Cardinäle galt's, dem ganzen Einflusse galt's, den Rom nock
auf Deutschland, den der Pabst gerade noch auf die Kirche
haben sollte, deren drei erste Bischöfe das wellliche Oberhaupt
der Christenheit wählen durften, deren gesammter Bischof-Chor
Fürsten-Rechte und Fürsten-Vorzöge besaß, wie keiner
ihrer auch reicheren Collegen in England, Frankreich und Italien
sich rühmen konnte. Hier mochte Acneas Piccolomini
rathen, wenn er aus dieser Enge, in die Eugen hier gerieth,
dem Pabst unbeschädigt herauszurathen wußte, hier mochte
Johann Lysura der empfangenen fünfhundert Goldgulden eingedenk
seyn, hier war ein schneller rascher Einfall des Cardinal
Johann Morino *) nothwendig, dem selbst auch in die-)
Vir magui consilil et ingenii velocissimi, aui plurimum in ea
concordia laboraverat, sagt Aeneas Piccolomini.