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d Gartenbaus. Trovitzsch & Soin Trankfurt a. O. — Zeit-——
r an au. Organ des Landes-Obstbauvereins
für das Königreich Sachsen. Hugo Voigt, Leipzig. — Allgei
Fech Each Hermann Kayer, Kaiserslautern. —
Obst-. und Gemüseverwertung, Organ des volkswirt-Diüene
Vere# für Obst- und d Grmüsederertung in Deutschland.
Deutsche Landbuchhandlung, G. m. b. H., Berlin.
Gemüsebau.
Die Einfuhr an frischem Gemüse betrug im März bis Dezember
1906: 51 170 Tonnen im Werte von 10 001 000 Mk., die Ausfuhr
in der gleichen Zeit nur 3098 Tonnen im Werte von 713000
Mark. Die Nachfrage nach feinem Frühgemüse wird fast ganz von
dem Ausland mit seinen teilweise günstigeren Produktionsverhältnissen
gedeckt; der in den letzten Jahren stark vermehrte Bedarf an
Gemüse in den Städten und großen Industriebezirken mußte
durch Zufuhr aus entfernteren Gegenden gedeckt werden. Die
teuren Transportverhältnisse in Deutschland treten hier schädigend
auf; die billigen Kosten der Zufuhr auf dem Wasserwege vom Ausland,
z. B. von Holland, Dänemark usw., ermöglichen es, große
Mengen zu den billigsten Preisen, zum Schaden der deutschen
Landwirte, auf den Markt zu bringen. Durch den großen Aufschwung
der Gemüsekonserven- und Präservenfabriken hat der Gemüsebau
neuerdings eine größere Bedeutung auch für solche Gegenden
gewonnen, in denen schwierige Absatzverhältnisse bisher
für den Anbau hinderlich waren.
Mittel und Wege. Der Gemüsebau stellt die höchsten
Ansprüche an Boden,. Arbeitskraft, Sorgfalt und Fachkenntuisse,
verziust sich aber dafür am höchsten. Da Gemüsebau viel Handarbeit
verlangt, so sind solche Sorten zu wählen, deren Anlage,
Pflege und Ernte in das Wirtschaftsgetriebe passen, ohne daß das
Arbeitspersonal vermehrt werden mnuß; am rentabelsten erweisen
sich deshalb kleinere Kulturen, die der Landwirt mit seiner Familie
besorgen kann, ebenso Gemüseban bei vorherrschender Zwergwirtschaft.
Wo der Absatz schwierig ist, muß die Kultur haltbarer
und zu Konservezwecken geeigneter Gemüse betrieben werden.
dohnend ät der Anbau der Frühgemüse auch in entlegenen Gegenden,
da bei den hierfür gezahlten hohen Preisen die Transportkosten
fweniger schädigend wirken. Zu den mit Gemüsebau verbundenen
gärtnerischen Betrieben ist außer Gurken und Zwiebeln
als lohnend noch die Kultur des Rhabarber, der Tomaten, Kürbisse
und Melonen zu empfehlen. Von großer Wichtigkeit ist die Bodenbeschaffenheit,
da die verschiedenen Gemüsesorten fast alle verschiedenen
Boden verlangen: beim Anbau im Kleinen kann bei
Melioration jeder Boden benutzt werden: Bedingung für einen
reichen Ertrag ist die strenge Befolgung der Regeln der Frucht-