Lixk’s Gutachten die Revision betreffend (1819). ‘05
Lıxk zeigt dann, dass ein Apparat zu meteorologischen Untersuchungen
und ein Local für sie wesentlich zu den Anstalten der
Akademie gehöre; die werdende Wissenschaft der Meteorologie sei
mehr eine akademische als universitäre; es sei auf eine vollständige
Anstalt hierfür anzutragen.
»Die Akademie besitzt das Kıarrortn'sche Laboratorium, aber
über die in ihm befindlichen, für die hiesigen wissenschaftlichen Anstalten
überhaupt gekauften Instrumente und Apparate ist meines
Wissens noch nicht verfügt worden; doch ist nicht zu zweifeln, dass
solche dem Laboratorium verbleiben werden. Dasselbe bedarf vieler
Verbesserungen und Ergänzungen; der künftige Nachfolger Krar-ROTH's
wird darüber bestimmen. Es muss der Akademie bleiben,
und die Benutzung zu Lehrzwecken kann nur Nebensache sein. Der
Chemiker der Akademie, wenn er auch nicht selbst neue Entdeckungen
macht, muss doch alle Entdeckungen prüfen können; das erwartet
man von ihn. Neue Bemerkungen und Entdeckungen sind
in der Chemie häufig, in der Physik seltener; daher ist für jene
ein ordentlicher, bestehender Apparat nothwendig, für diese hingegen
nur ein ausserordentlicher.«
»Die von WALTER gekaufte anatomische Sammlung ist mit der
Akademie nicht verbunden, aber sie ist hier und untersteht der Aufsicht
eines Akademikers. Es fehlt doch noch an einer jährlichen
Summe zu einer Sammlung für die vergleichende Anatomie. Eine
solche Sammlung ist ohne Grenzen und daher mehr für eine Akademie
als für eine Universität, deren Sammlungen zum Unterricht
allein dienen. Also ist anzutragen, dass für eine solche Sammlung
jährlich eine Summe ausgesetzt wird. Was von dem WAaLTeEr' schen
Museum gesagt worden ist, gilt auch von dem zoologischen. Die
Akademie hat Ursache, sich über den guten Zustand und die Vermehrung
desselben zu freuen. Dasselbe gilt von der mineralogischen
Sammlung. «
»Der botanische Garten gehört zur Akademie der
Wissenschaften. Er wird sehr gerühmt, aber sein Etat, seit er
sich so vermehrt hat, ist zu klein. Ein Entwurf zu einem neuen
Etat ist bereits eingereicht. Die Anwendung für den Universitätsunterricht
war bisher eine Nebensache; da sie aber zum Schaden der
Anstalt leicht Hauptsache werden könnte, so ist beschlossen worden,
den angekauften danebenliegenden Garten zu diesen Zwecken anzuwenden.
Das WırLpenow’sche Herbarium ist dem Contract nach für
die hiesigen wissenschaftlichen Anstalten überhaupt angekauft; in
Geschichte der Akademie. |. 45