Metadata : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1892. (83)

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(Nr.  9569.)  Verordnung  über  das  Inkrafttreten  des  Kirchengesetzes,  betreffend  die  Aufhebung
von  Taufgebühren  in  der  evangelisch-lutherischen  Kirche  der  Provinz  Hannover,
vom  18.  Juni  1892.  Vom  30.  August  1892.

Wir  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden  Koͤnig  von  Preußen  uG

verordnen  in  Gemäßheit  des  §.  13  des  Kirchengesetzes  vom  18.  Juni  1892,
betreffend  die  Aufhebung  von  Taufgebühren  in  der  evangelisch-lutherischen  Kirche
der  Provinz  Hannover,  daß  das  vorbezeichnete  Kirchengesetz  mit  dem  1.  Oktober
1892  in  Kraft  tritt.

Urkundlich  unter  Unserer  Höchsteigenhändigen  Unterschrift  und  beigedrucktem
Königlichen  Insiegel.

Gegeben  Marmor-Palais,  den  30.  August  1892.

(.  S.)  Wilhelm.
Bosse.

 

(Nr.  9570.)  Allerhöchster  Erlaß,  betreffend  die  Titel.  und  Nangverhältnisse  der  Leiter  und
Lehrer  an  den  höheren  Unterrichtsanstalten.  Vom  28.  Juli  1892.

Auf  den  Bericht  des  Staatsministeriums  vom  11.  d.  M.  bestimme  Ich  hierdurch,
  daß
1)  die  Leiter  der  dem  Unterrichtsministerium  unterstellten  höheren  Lehranstalten
  von  geringerer  als  neunjähriger  Kursusdauer,  d.  h.  der  Progymnasien,
  Realprogymnasien,  Realschulen  und  höheren  Bürgerschulen
künftig  die  Amtsbezeichnung  „Direktor“  führen  und  zur  fünften  Rangklasse
  der  höheren  Provinzialbeamten  gehören,  aber  gegebenen  Falles
zur  Verleihung  des  persönlichen  Ranges  als  Räthe  vierter  Klasse  in
Vorschlag  gebracht  werden  können,  sofern  sie  eine  zwölfjährige  Schuldienstzeit
  von  der  Beendigung  des  Probejahres  ab  zurückgelegt  haben;
2)  die  wissenschaftlichen  Lehrer  aller  nachbenannten  höheren  Unterrichtsanstalten:
  der  Gymnasien,  Realgymnasien,  Oberrealschulen,  Progymnasien,
  Realprogymnasien,  Realschulen  und  höheren  Bürgerschulen
die  Amtsbezeichnung  „Oberlehrer“  führen  und  der  fünften  Rangklasse
der  höheren  Provinzialbeamten  angehören,  daß  ferner  einem  Theile
derselben  bis  zu  einem  Dritttheil  der  Gesammtzahl  der  Charakter
Professor  und  der  Hälfte  der  Professoren  der  Rang  der  Räthe  vierter
Klasse  verliehen  werden  kann,  sofern  sie  eine  zwölfjährige  Schuldienstzeit
  von  der  Beendigung  des  Probejahres  ab  zurückgelegt  haben;
3)  die  Ernennung  und  bei  nichtstaatlichen  oder  nicht  vom  Staate  verwalteten
  höheren  Lehranstalten  die  Bestätigung  der  zu  1  bezeichneten