Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1885. (19)

IV

e.  Gewichtsstücke,  auf  denen  neben  einer  der  zulässigen  Bezeichnungen  das
Zehn-  oder  Hundertfache  ihres  Gewichtes  angegeben  ist.

f.  Handelsgewichtsstücke  zu  50  Gramm  aus  Eisen  in  Gestalt  eines  Cylinders,
dessen  Höhe  die  Hälfte  des  Durchmessers  nicht  übersteigt,  und  ohne  Justirhöhlung.

g.  Handelsgewichte,  welche  in  Form  von  Einsatzgewichten  zum  Gesammtgewichte

  von  500  Gramm,  aber  in  der  Stückelung  von  ½  Pfund,  100,  50,  50,
20,  10,  10,  5,  2,  2  und  1  Gramm  ausgeführt  sind.

h.  Präzisonsgewichtstück  zu  2,  1  und  0,5  Kilogramm  und  ½  Pfund
aus  Eisen.

i.  Präzisionsgewichtsstücke  zu  500  bis  1  Milligramm  aus  Silber.

k.  Präzisionsgewichtsstücke  zu  5,  2  und  1  Milligramm  aus  Messing,  Bronze,
Argentan  und  Platin.

1.  Präzisionsgewichtsstücke  zu  500,  200  und  100  Milligramm  in  Form

rechtwinkliger  Blechplättchen  mit  aufgebogenem  Rande;  ebenso  zu  50,  20,  10,  5,
2  und  1  Milligramm  in  der  vorerwähnten  Form  mit  aufgebogener  Ecke

VI.  Waagen.

a.  Waagen,  welche  in  der  Angabe  der  größten  zulässigen  Last  eine  der
folgenden  Bezeichnungen  enthalten:  Ctr.,  ℔,  Pf., K, G.

b.  Festfundamentirte  oder  überhaupt  für  eine  größte  zulässige  Last  von
mehr  als  2 000  Kilogramm  bestimmte  Brückenwaagen,  welche  mit  einer  vollständigen
  Entlastungsvorrichtung  der  Schneiden  noch  nicht  versehen  sind.

Sind  dieselben  fest  fundamentirt,  so  soll  bei  ihnen  jedoch  schon  jetzt  in
Ermangelung  einer  vollständigen  Entlastungseinrichtung  durch  geeignete,  in  jeder
horizontalen  Richtung  wirksame  Schutzvorrichtungen  (Verriegelungen,  Gehänge
u.  dergl.)  Vorsorge  dafür  getroffen  sein,  daß  Verschiebungen  der  sich  berührenden
Pfannen  und  Schneiden,  wie  sie  beim  Fehlen  jeder  Schutzvorrichtung  durch  die
beim  Aufbringen  der  Last  auf  die  Brücke  stattfindenden  Stöße  entstehen  würden,
thunlichst  ausgeschlossen  beziehungsweise  eingeschränkt  werden.

VII.  Gaemesser.

a.  Gasmesser,  bei  denen  die  Angaben  der  Zählscheiben  den  geltenden  Vorschriften
  nicht  vollständig  entsprechen,  sobald  sie  nur  eine  unzweideutige  Ablesung
der  Raumgehaltsangaben  des  durchgelassenen  Gases  in  metrischem  Maaße  darbieten.

b.  Gasmesser,  auf  denen  die  Bezeichnungen  den  Vorschriften  des  §.  76  der
Aichordnung  vom  27.  Dezember  1884  noch  nicht  vollständig  entsprechen,  auf
denen  aber  der  Name  und  Wohnort  des  Verfertigers,  die  laufende  Fabriknummer,
der  Inhalt  des  messenden  Raumes  und  das  größte  stündliche  Gasvolumen  deutlich
und  untrennbar  angegeben  ist.