408 Oberstrichterliche Entscheidungen.
Erlassung der vom Gesetze dem Hypothekgläubiger
eingeräumten Schutzmaßregeln gegen Devastation
des Hypothekenobjekts vorliegen. Diese Frage hat
das Gericht erster Instanz untersucht und bejahend
entschieden. Zu den auf die Untersuchung und Entscheidung
dieser Frage erlaufenen Kosten gehören
aber offenbar auch die auf die Vollstreckung der angegebenen
Schutzmaßregeln entstandenen Kosten, welche
demgemäß nichts anderes sind als Kosten des Rechtsstreits
im Sinne des 8. 84 der RCPO. — Urtheil
vom 28. Okt. 1887; Reg.-Nr. J 76/87.
Weitere Beschwerde. Nach CPO. g 531
Abs. 2 ist die Verwerfung der zum Oberlandesgericht
N. von derselben Partei erhobenen weiteren
Beschwerde als einer unstatthaften durch diesen Gerichtshof
für gerechtfertigt zu erachten, da das Landgericht
A als Beschwerdegericht die amtsgerichtliche
Entscheidung aufgehoben und zu Gunsten der beschwerdeführenden
Schuldner abgeändert hat, in einer
den Beschwerdeführern zum Vortheil gereichenden,
aber von der vorhergegangenen Entscheidung abweichenden
neuen Entscheidung ein neuer Beschwerdegrund
nur für den von dieser letzteren betroffenen
Gegner liegen kann, nicht aber ein neuer selbstständiger
Beschwerde grund für den mindestens zu
theilweisem Erfolge gelangten Beschwerdefährer enthalten
ist. Vgl. Wilmowski und Levy, Comm.
z. CPO. II. Aufl. S. 621. (III. Aufl. S. 645 fg.)
Beschl. v. 17. Sept. 1887; Reg.-Nr. II 55/gr.
Vertheilungsverfahren. Nach §. 758 der
CPO. tritt das Vertheilungsverfahren ein, wenn,
wie in dem vorliegenden Falle, bei der Zwangsvellstreckung
in das bewegliche Vermögen ein Geldbetrag
hinterlegt ist, welcher zur Befriedigung der betheiligten
Gläubiger nicht hinreicht. Dieses Verfahren ist ab-