Full text : Verzeichniss der Handschriften im Preussischen Staate. Göttingen 3. (3)

32  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Süra  78  mit  darauf  bezüglichem  Gebet.  Am  Schluss  die  Datirung  der
Abschrift  vom  28.  Muharram  1163  (7  Januar  1750)  von  der  Hand  des
ersten  Besitzers:  „ums  sASis  lei  ur)  en  EI  Sa,

Asch  56  (arabisch)  Papier  mit  Wasserzeichen;  100  Bl.;  94  cm
hoch,  74  cm  breit;  7  Zeilen  geschrieben  im  J.  1769.

Schrift:  Nastalik  von  türkischer  Hand,  deutlich  doch  nicht  durchweg
  gleichmässig,  unvocalisirt  mit  Ausnahme  der  dem  Kur’än  entnommenen
  Stücke.  Der  Text  von  einer  doppelten  rothen  Linie  eingefasst.
  Auf  den  4  ersten  und  den  drei  letzten  Blättern  rohe  Malereien
(Quadrate  und  Arabesken).

Gebetbuch.  Lauter  unbetitelte  Gebete  und  Sürä  36,  44
und  78  (Bl.32ff).  Auf  dem  letzten  Blatte  steht  folgende  Unterschrift:

Kim  Zyl  3...  JE  ey)  Dr...  Mm...  au)  or,  Kagst  19  je

59  ey  Klon  AN  ls  Ks.   Vollendet  im  Jahre  1183  d.H.
(beg.  7  Mai  1769).

Asch  57  (arabisch)  or.  Papier;  177  Bl.;  284  cm  hoch,  17%  cm
breit;  15  Zeilen  14/15  Jahrh.

Kräftiges  deutliches  und  gleichmässiges  Nasli,  etwas  vocalisirt.
Die  Bezeichnung  der  verschiedenen  Bücher  und  Paragraphen  meist
roth.  Das  Manuscript  befindet  sich  in  ziemlich  schlechtem  Zustande,
im  Anfang  sind  die  Blätter  stark  abgegriffen,  in  der  Mitte  und  nach
dem  Ende  zu  haben  sie  durch  Wurmfrass  gelitten.

Der  Titel  ist  aus  der  nur  noch  zum  Theil  erhaltenen  flüchtigen

Unterschrift  zu  ersehen:  As  (  zigitb  je  [UN]...  0  ug  [-]

(f)  DT  op  Au.  Wir  haben  also  das  (uslbS}  „eis  betitelte  juristisch-theologische
  Compendium  nach  dem  Ritus  der  Schäfiiten  von
al-Nawawi  vor  uns  Vgl.  H.  Hal.  VI,  204  Nr.13242,  Wüstenfeld,
Leben  Nawawi’s  S.  49  und  die  Ausgabe  von  L.  W.C.  van  den  Berg
Batavia  1882—84.  Am  Rande,  zwischen  den  Zeilen  und  auf  dem
Vorsetzblatte  befinden  sich  Anmerkungen  zum  Texte.  Anfang:  42

Asch  58  (arabisch)  or.  Papier;  182  Bl.;  244  cm  hoch,  174  cm
breit;  10-12  Zeilen  14/15  Jahrh.

Schrift  deutlich  und  gleichmässig,  vocalisirt.  Die  Handschrift  zeigt
auf  allen  Seiten,  besonders  aber  zu  Anfang  und  am  Schluss  Spuren
sehr  starker  Benutzung,  einige  Blätter  sind  geradezu  zerfetzt;  die
mittleren  Lagen  haben  durch  Wurmfrass  gelitten.

Dasselbe  wie  Asch  57.  Am  Anfang  fehlt  nur  1  Bl,  umsomehr  aber
am  Schluss.  Das  letzte  vorhandene  Buch  (Bl.  176%)  ist  das,  welches
von  dem  Schwure  sich  des  Geschlechtsgenusses  zu  enthalten  handelt
Js)  „US;  davon  sind  nur  die  ersten  Zeilen  erhalten,  es  fehlt  also

der  ganze  dritte  Band  der  Ausgabe  van  den  Berg’s  (Livre  39—71).
Auf  B1.147*  schliesst  sich  an  das  2  „ls  (Livre  27)  sofort

das  Luogi  „US  (Livre  29),  indem  die  erste  Zeile  auf  Bl.  147°  die