Volltext : Württembergische Geschichtsquellen. Fünfter Band. (5)

1395  Juli  13  —  1396  Sept.  8,  159

mit  Vorbehalt  seiner  Schulden  und  Barschaft  gegeben  hat.  Dafür
erhält  er  eine  Pfründe  im  Spital,  wie  sie  ein  Meister  hat,  der  über
andere  Knechte  ist,  täglich  eine  Mass  Wein  und  behält  lebenslänglich
die  Nutzung  der  Güter,  die  er  selber  versteuert.  Was  er  von  der
5  Nutzung  erübrigt,  soll  er  mit  Wissen  und  Willen  der  Pfleger  für
das  Spital  anlegen.  Findet  der  Rat,  dass  es  ihm  nicht  füglich  wäre,
im  Spital  zu  sein,  so  soll  er  ohne  Widerrede  daraus  gehen,  seine  Güter
aber  dennoch  bis  auf  18  Gulden,  die  er  vermachen  kann  wem  er  will,
nach  seinem  Tod  ans  Spital  fallen.  —  1395  (sant  Marien  Magda-10
  lenen  tag)  Juli  22.

Heilbronn  ‚Stiftungspflegregistratur  126.  Or.  Po.  das  Stadisiegel  ist
abgegangen.

368.  Die  Stadt  Heilbronn  an  Strassburg:  teilt  auf  Anfrage

mit,  dass  sie  nicht  wisse,  ob  die  den  schwäbischen  Städten  im  Krieg

15  mit  der  Wilhelms-,  Georgen-  und.  Löwengesellschaft  von  den  rheinischen

geliehenen  hundert  Gleven,  die  eine  Zeit  lang  zu  Rotenburg  und  auch

zu  Heilbronn  yelegen  seien,  den  gleissenden  Wolf  geschädigt  haben.
—  (feria  sexta  ante  omnium  sanctorum)  [13957]  Okt.  29.

Auszug:  (Frütz)Strassburger  U.B.  6,  567.

20  369.  Eis  Lutzin,  Bürgerin  zu  Heilbronn,  verkauft  an  Berthold
Klingenberger,  Bürger  zu  Heilbronn,  3  Pfund  Heller  Zins  von  ihrem
Haus  in  der  Judengasse  am  Eck,  hinten  an  Heinz  Hüngers  Hof  anstosssend,
  um  30  Pfund  und  verspricht  den  Kauf  Jahr  und  Tag  zu
fertigen.  —  Siegler:  Kunz  Mettelbach  und  Seitz  Bender,  Richter  zu

25  Heilbronn.  —  1395  (sant  Lutzien  tag)  Dez.  13.

St.A.  Heilbronn  I,  Religionswesen.  Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  abgegangen.

370.  Elsbeth  von  Gemmingen,  Äbtissin,  und  Konvent  des  Klosters
Billigheim  bestimmen,  dass  der  Wein  von  ihrem  Weingarten  zu  Heilbronn
  an  der  Atzmansklinge,  Kunz  Kegels  Erblehen,  zwischen  denen

30  von  Adelberg  (Magdelberg),  Kunzlin  Hertwiy,  Hans  Weigel  und  Hans
Reynman  an  ihre  Mitschwester  Barbara  von  Hundelsheim  und  nach
deren  Tod  an  das  Pitanzamt  fallen  soll,  um  den  Jahrtag  der  von
Möckmühl,  der  der  Weingarten  ehedem  gehörte,  des  Zentgrofen  (tzenckgrefen)
  und  seiner  Frau  mit  Messe,  Wein  und  Brot  zu  begehen.  —

35  1396  (unser  frawen  tag  alz  sie  geporn  wart)  Sept.  8.

Heilbronn  Lade  53,  Billighesm  2.  Or.,  Pg.  mit  Siegeln.