Contents : Archiv für öffentliches Recht.Dreizehnter Band. (13)

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gulirt..  Es  genügt,  mit  einigen  Worten  das  Verhältniss  des
Militärrechts  zum  bürgerlichen  Recht  klarzustellen.  Bürgerliche
Delikte  können  als  Militärdelikte  behandelt  werden,  sofern  sie  von
einer  dem  Militärrecht  unterstehenden  Person  begangen  sind;  es
bleibt  dabei  irrelevant,  wo  sich  der  Ort  der  begangenen  That
befindet.  Die  Militärgerichte  sind  zuständig,  es  sei  denn,  dass
es  sich  um  Hochverrath,  Mord,  Todtschlag  oder  Nothzucht  handelt.
Werden  diese  letzteren  Delikte  im  Vereinigten  Königreich  begangen,
  so  sind  die  bürgerlichen  Gerichte  ausschliesslich  zuständig.
  Soweit  die  vier  Delikte  in  anderen  britischen  Territorien
begangen  werden,  kann  unter  den  nachstehenden  Voraussetzungen
eine  militärgerichtliche  Aburtheilung  erfolgen:  es  muss  sich  entweder
  um  Gibraltar  handeln,  oder  es  muss  im  Umkreise  von  100
englischen  Meilen  ein  zuständiges  bürgerliches  Gericht  nicht  vorhanden
  sein,  oder  endlich  der  Delinquent  muss  sich  im  Kriegsdienste
  befinden.  Die  Tragweite  dieser  Bestimmungen  wird  klar,
wenn  man  erwägt,  dass  in  England  unter  den  Begriff  „Mord“
auch  der  Zweikampf  mit  tödtlichem  Erfolge  fällt.  Der  englische
Offizier  befindet  sich  daher  einer  Forderung  gegenüber  in  einer
anderen  Lage,  als  seine  Kameraden  auf  dem  Kontinent,  zumal
bereits  der  Zweikampf  an  sich  und  selbst  die  blosse  Betheiligung
an  demselben  als  Sekundant  oder  in  irgend  einer  anderen  Form
ein  mit  Verabschiedung  bedrohtes  Militärdelikt  bildet.  Die  Zuständigkeit
  der  Militärgerichte  ist  übrigens  nur  eine  konkurrirende;
die  bürgerlichen  Gerichte  sind  in  keiner  Weise  behindert,  von
Militärpersonen  begangene  bürgerliche  Delikte  abzuurtheilen.  Die
oben  gedachten  vier  Delikte  können  mit  dem  Tode  oder  mit
lebenslänglichem  Zuchthaus  bestraft  werden.  Handelt  es  sich
um  andere  bürgerliche  Delikte,  so  wendet  das  Militärgericht  entweder
  die  bürgerlichen  Strafvorschriften  an  oder  es  behandelt  die
Delikte  als  Militärdelikte,  d.  h.  bei  Offizieren  wird  auf  Verabschiedung,
  und  bei  anderen  Militärpersonen  auf  bis  zu  zweijähriger
  Freiheitsstrafe  mit  harter  Arbeit  erkannt,