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Stelle aus dem Chronicon Montis Sereni in etwas präciserer
Wortfassung, aber im thatsächlichen Inhalte gleichlautend folgendermaßen
sich wiedergegeben findet: Volens autem Ecclesiae Sereni-Montis,
ad quam anhelabat, qguam jam suflicienter, prout opportunum
fuerat locupletaverat, etiam in futurum prospicere,
Wigmanno Archi-Episcopo filio sororis suae Mechtildis ac
Alberto Marchione Brandenburgensi genero suo, filiis etiam
suis omnibus, multisque allis ecclesiasticis et secularibus viris
nobilibus et ministerialibus accersitis ad locum venit, ut in
eorum praesentia duod intenderet, confirmaret, aber der Zusatz
noch beigefügt ist: Timens igitur, ne post mortem suam lites
et contentiones inter flios de principatu fierent, divisit eis cum
adhuc viveref Terras suas. Nam Ottoni tanquam seniori Marchiam
Misnensem; Theodorico Marchiam Lusaciae; Dedoni
Comitatum Rochlitz, quae et Terra Plisnensis sive Orientalis
(Pleißner= oder Osterland) dicitur; Henrico Comitatum Wittin;
Friderico Comitatum Brene distribuit. Nach dieser Geschichtsquelle
erscheint es nahezu außer Zweifel gestellt, daß der wichtige,
in die Entwicklung des sächsischen Staatswesens so tief eingreifende
Act der vom Markgraf Konrad dem Großen am Ende seiner
öffentlichen Laufbahn — er trat bekanntlich am Andreastage
des Jahres 1156 in das von ihm gestiftete Kloster auf dem
Lauterberge als Mönch ein, starb aber bereits am 5. Februar
1157, noch nicht volle 60 Jahre alt — vorgenommenen Ländervertheilung
auf dem Lauterberge stattgefunden habe.
Die erste mit dem Namen: „Landtag“ von den Chronisten
bezeichnete Versammlung in sächsischen Landen hat
im Jahre 1185 unter dem Nachfolger des Markgrafen
Konrad, Markgraf Otto dem Reichen stattgefunden. In
Anton Weck's, des verdienstvollen Chronisten, „Beschreibung von
Dresden“, einem für die Erforschung der sächsischen Landesgeschichte
hochbedeutsamen Werk, geschieht dessen als feststehender
Thatsache folgendergestalt Erwähnung: Solchen allge-