Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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vereinigten  Staaten  stand,  von  den  Amsterdamer  Herren  oͤffentlich
  blamirt  worden  sey.  Oeffentlich  —  war  doch
nach  allem  dem,  dessen  man  den  Slatthalter  so  heilig  versichert
  haite,  ganz  unrichtig.

Während  daß  diese  Angelegenbeit  des  Herzogs  das  ganze
Publikum  beschäftigte,  gab  Herr  van  Lynden  van  Blytterswyk
  den  Amsterdamischen  Deputirten  im  Haag  mündlich
Nachricht,  daß  er  vor  einigen  Tagen  Sr.  Hoheir  erklärt  habe,
weder  den  erbaltenen  Auftrag  nach  Wien,  noch  irgend  einen
andern  ausländischen  Auftrag  annehmen  zu  können,  so  lange
der  Herzog  von  Braunschweig  seinen  bisherigen  Einfluß  auf
die  Geschäfte  und  auf  die  Gesinnungen  des  Prinzen  behalte.
Er  bat  zugleich  die  Deputirten,  ihren  Kommittenten  hievon
Nachricht  zu  geben.  Wie  man  es  hierauf  von  Seiten  der
Stadt  Amsterdam  dahin  einzuleiten  gesucht,  daß  den  bolländischen
  Deputirten  zur  Versammlung  der  General-Staaten
aufgegeben  werden  moͤchte,  letztere  zu  bewegen,  den  Herrn
van  Londen  befragen  zu  lassen,  warum  er  vom  Einflusse  des
Herzogs  so  arg  denke,  so  erfuhr  man  bald  mit  nicht  geringem
Ersiaunen,  daß  Herr  van  Loynden  weder  seinen  Namen,  noch
sein  Missiv  an  die  General=  Staaten  genannt  wissen  wolle;
er  habe,  setzte  er  hinzu,  bloß  uns  Amsterdamern  den  Weg
gewiesen.  Da  man  sich  wegen  letzterer  Worte  nähere  Erklärung
  erbat,  war  seine  Antwort,  man  sollte  den  Statthalter
  durch  eine  förmliche  Deputation  von
Seiten  der  Stadt  Amsterdam  auf  sein  Kavaliers-Wort
  fragen,  ober  den  Herzog  als  Konsulenten
angenommen,  und  ob  etwas  darüber  schriftlich
aufgesetzt  worden.  Mit  dieser  Konsulenten-Akte  aber,
von  der  hier  die  Rede  geworden,  hatte  es  nach  allen
den  Nachrichtren,  die  Rendorp  schon  4768  vom  jüngeren  Grefsier
  F.  Fagel  erfahren,  folgeude  Bewandtniß.