nur immer wieder ein Glied in der Kette, die den Deutschen
als solchen den englischen Druck und Haß fuͤhlen lassen soll.
Ins Lager, das rundum durch eine Bretterwand von der
Landstraße abgeschlossen ist, bekommt man keinen Einblick.
Durch Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett wird man
nach Vorzeigen des Erlaubnisscheines in einen kleinen
Raum geführt in der Naͤhe des Eingangs zu den Baracken,
der allem Anschein nach als Eßzimmer für Offiziere dient.
Dorrhin wird der Gefangene gebracht und man darf sich
im Beisein eines fließend Deutsch sprechenden Beamten
zehn Minuten unterhalten. Der Beamte nimmt an dem
Gespräch teil und läßt die Anwesenden keine Minute aus
den Augen. Uber die Verpflegung im Lager erhält man
keinerlei Einblick, man erfährt nur, daß im besonderen Eßpakete
mit nahezu kindlicher Freude von den Männern aufgenommen
werden. Die Gesellschaft ist außerordentlich gemischt,
es sind alle Stände vertreten vom Konsul und
Großkaufmann bis herunter zum Landstreicher.
Durch die Vermittlung eines nahe befreundeten Engländers,
der um unseretwillen etwas wagt, erhielten wir
vom Ministerium früher als gewöhnlich die Erlaubnis zur
Reise nach dem Kontinent. Mit dieser muß dann noch die
vom betreffenden Wohnort zur Abreise nach London eingeholt
werden. Von da an sind wir noch strenger bewachr.
Die erste Hälfte der Nacht beobachter ein Derektiv, was
aus= und eingeht, und den Deutschen wird von wohlmeinenden
englischen Freunden möglichst Zurückhaltung untereinander
geraten. Inzwischen ist ein Zug verwundeter Belgier
und Schotten in unserer Stadt angelangt, der die Wut des
Pöbels noch mehr steigert. Auch die Ankunft belgischer
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