Protestationen und Vormerkungen im Hypothekenbuche. 115
nahme der I. Rubrik, welche, wie schon bemerkt,
keine provisorischen Vorträge zuläßt, sowohl in II.
als in III. Rubrik, je nachdem die Rechtsverhältnisse
in dieser oder jener vorgetragen sind.
Die Form der Einschreibung richtet sich nach
dem Rechte, welches zur Verwahrung kommen und
ausdrücklich bezeichnet sein soll, ohne daß gerade,
wie Negelsberger S. 305 zutreffend bemerkt,
überall das Wort „Protestation“ in Anwendung zu
bringen wäre.
Auch über die Wirkungen einer Protestation
ist Theorie und Praxis nicht in Wlderstreit.
Das Gesetz hat in §S. 28 im Allgemeinen dieselben
bezeichnet und die einzelnen Beispiele hiefür
angeführt.
Durch die Einschreibung einer Protestation
wird das Recht, das dadurch gewahrt werden soll,
nicht erworben, sondern es soll hiedurch nur ferneren
Handlungen des eingetragenen Besitzers oder dritter
Personen soweit vorgebeugt werden, als sie dem
verwahrten erst auszutragenden Rechte nachtheilig
sein würden, mit anderen Worten, es darf von der
Einschreibung der Protestation an nichts mehr zum
Nachtheile desjenigen Rechtes geschehen, dessen Sicherung
durch die Protestation bezielt wurde.
Dieselbe bedingt aber nur einen provisorischen
Rechtszustand und läßt deßhalb mit Vorbehalt des
verwahrten Rechts zu bewirkende weltere Einträge
um so mehr zu, als die durch nachfolgende Handlungen
erworbenen Rechte, im Falle das verwahrte
Recht zur Anerkennung gelangt, doch nur soweit
wirkungslos werden als sie dem verwahrten Rechte
nachtheilig sind (Gönner II S. 99; Lehner,
H.-A.-Ordug. §. 32 S. 44).
Dagegen kann eine im Wege der Exekution
erfolgte Beschlagnahme in ihren Wirkungen gegen
das Objekt und den eingetragenen Besitzer durch
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