Metadata : Blätter für Rechtsanwendung. XLIV. Band. (44)

Protestationen  und  Vormerkungen  im  Hypothekenbuche.  115

nahme  der  I.  Rubrik,  welche,  wie  schon  bemerkt,
keine  provisorischen  Vorträge  zuläßt,  sowohl  in  II.
als  in  III.  Rubrik,  je  nachdem  die  Rechtsverhältnisse
  in  dieser  oder  jener  vorgetragen  sind.

Die  Form  der  Einschreibung  richtet  sich  nach
dem  Rechte,  welches  zur  Verwahrung  kommen  und
ausdrücklich  bezeichnet  sein  soll,  ohne  daß  gerade,
wie  Negelsberger  S.  305  zutreffend  bemerkt,
überall  das  Wort  „Protestation“  in  Anwendung  zu
bringen  wäre.

Auch  über  die  Wirkungen  einer  Protestation
ist  Theorie  und  Praxis  nicht  in  Wlderstreit.

Das  Gesetz  hat  in  §S.  28  im  Allgemeinen  dieselben
  bezeichnet  und  die  einzelnen  Beispiele  hiefür
angeführt.

Durch  die  Einschreibung  einer  Protestation
wird  das  Recht,  das  dadurch  gewahrt  werden  soll,
nicht  erworben,  sondern  es  soll  hiedurch  nur  ferneren
Handlungen  des  eingetragenen  Besitzers  oder  dritter
Personen  soweit  vorgebeugt  werden,  als  sie  dem
verwahrten  erst  auszutragenden  Rechte  nachtheilig
sein  würden,  mit  anderen  Worten,  es  darf  von  der
Einschreibung  der  Protestation  an  nichts  mehr  zum
Nachtheile  desjenigen  Rechtes  geschehen,  dessen  Sicherung
  durch  die  Protestation  bezielt  wurde.

Dieselbe  bedingt  aber  nur  einen  provisorischen
Rechtszustand  und  läßt  deßhalb  mit  Vorbehalt  des
verwahrten  Rechts  zu  bewirkende  weltere  Einträge
um  so  mehr  zu,  als  die  durch  nachfolgende  Handlungen
  erworbenen  Rechte,  im  Falle  das  verwahrte
Recht  zur  Anerkennung  gelangt,  doch  nur  soweit
wirkungslos  werden  als  sie  dem  verwahrten  Rechte
nachtheilig  sind  (Gönner  II  S.  99;  Lehner,
H.-A.-Ordug.  §.  32  S.  44).

Dagegen  kann  eine  im  Wege  der  Exekution
erfolgte  Beschlagnahme  in  ihren  Wirkungen  gegen
das  Objekt  und  den  eingetragenen  Besitzer  durch

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