Metadata : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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wahrhaftig  vortraͤglich  seyn  konnte,  so  hatte  damals  theologische
  Litteratur  in  Wirtemberg  und  eben  deßwegen  auch  die
ganze  Universitaͤt  zu  Tuͤbingen  eine  ihrer  bluͤhendsten  Perioden.
  Jakob  Andreä,  in  seinen  Zeiten  ein  Mann  vom
ersten  Ruf,  war  acht  und  zwanzig  Jahre  lang  fast  bis  ans
Ende  der  Regierung  Herzog  Ludwigs  Canzler  zu  Tübingen,
und  neben  ihm  arbeitete  ununterbrochen  mit  gleichem  polemischen
  Eifer  diese  ganze  Zeit  hindurch  D.  Jakob  Heerbrand.
  Beide  waren  unverdrossen  beständig,  die  feinere  Lutherische
  Orthodorie  zu  behaupten,  wie  sie  durch  die  Bergische
Concordienformel  besiimmt  war,  beide  von  den  ersten  Disputatoren
  ihres  Zeitalters  gegen  Reformirte  und  Katholiken,
beide  von  der  Klasse  der  Gelehrten,  deren  Talente  in  die
Augen  fallen.  Durch  einen  jungen  Tübingischen  Theologen,
Stephan  Gerlach,  der  mit  dem  kaiserlichen  Gesandten
Varon  von  Ungnad  als  Gesandtschaftsprediger  nach  Constantinopel
  gieng,  erdffueten  sie  sich  eine  Correspondenz  mit  dem
dasigen  Patriarchen,  und  der  Wunsch,  auch  die  Griechische
Kirche  endlich  noch  zur  Uebereinstimmung  mit  ihnen  gegen
den  Pabst  in  die  Parthie  zu  ziehen,  machte  sie  in  Unterhaltung
  dieser  Correspondenz  eifriger,  als  sie  nach  den  gegebenen
  Hoffuungen  hätten  seyn  sollen  *).

Was  Andreä  unter  den  Theologen  seines  Zeitalters
gewesen,  waren  Mart.  Crusius  und  Nicold.  Frischlin
  unter  den.  -  und  beide  hatten  sich  auch  durch

„ist  der  Materi  viel  und  sehr  reich,  so  kommt  es  auch  in  lau-A„ger
  Zeit  nicht  wieder.“

H  Wirienbergensium  Theologorum  et  Patr.  Conssemunnop.  D.
Jeremiae  Acie  et  Scripta,  quae  ulrindue  ab  a.  1575  usque  ad
a.  I88½  de  Augustana  Conlessione  inter  se  miserunt.  gr.  et
lat.  Witteb.  sol.