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Sture der aͤltere hatte sich der Erziehung des Knaben, als
seines jungen Vetters, angenommen, und Koͤn. Christian II.
schien wohl gewußt zu haben, daß ein Mann dieser Art seinen
Nacken nicht unter fremdes Joch beuge, deswegen ließ
er ihn, gegen gegebenes Wort, nach Daͤnmark abfuͤhren.
27. Gustavs erste Erscheinung im Dalland, und sowohl
1521 an der Dalelbe als bei Westeraͤs zeigten die Bauern, wie
unuͤberwindlich ein Volk sey, das bloß Baumrinde ißt und
Wasser trinkt. Der Sieger wurde auf dem Reichstage zu
1521 Wadstena zum Schwedischen Reichsvorsteher und
ant. Heerführer gewählt. Weil auch Kön. Christians II. Schick,
sal bald in Dänmark und Norwegen eben dasselbe wurde
wie in Schweden, so vollendete Gustav Wasa den einmal
angefangenen Kampf zuletzt sehr leicht, denn der neue Dänenkönig
Friederich I. konnte nicht an Unternehmungen gegen
Schweden denken.
28. Auf dem Reichstage zu Strengnäs wird
1523 Gustav zum König gewählt, und in eben denselben
u#n. Tagen konnte er endlich auch zu Stockholm seinen Einzug
halten. Fast alle Burgen und Festungen des Reichs öffneten
ihm freiwillig die Thore, und zu Malmb wurde unter
1524 Lübekischer Vermittlung ein ewiger Friede zwischen Daͤn—
mark und Schweden geschlossen, ob schon noch maucher
Streit zwischen beiden Reichen unerörtert blieb.
Das Calmarische Baud war also endlich ganz
aufgeldst; das neue Reich Schweden aber blieb
vorerst ein Wahlreich.