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außerordentlich koniplizierter Mechanismus
und dem entsprechend hoher Preis
sei Exemplar 30,000 Mk.) beschränkt
eine Verwendung.
Der wichtigste der bisher konstruierten
Oiffensivtorpedos ist der Fischtorpedo
des österreichischen Kapitäns Lupis und
des Ingenieurs Whitehead in Fiume. Er
ist 4,5 m lang bei 0,5 m Durchmesser, aus
Gußstahlblech gefertigt und wiegt 300 kg.
Als treibende Kraft dient in eine besondre
Abteilung des Torpedos bis zu 70 Atmosphären
Spannung eingepumpte Luft,
die bei ihrem Ausströmen eine Maschine
treibt, durch welche zwei vierflügelige
Schrauben gedreht werden, die hintereinander
sitzen und sich gegeneinander bewegen,
um das Drehen des Torpedos zu verhüten.
Um das Schiff in bestimmter Tiefe
unter Wasser zu treffen, hat der Torpedo
eine Einrichtung (das Geheimnis des Fabrikanten),
durch welche er auf eine entsprechende
Wassertiefe gestellt werden kann;
ie wirkt auf ein horizontales Ruder und
reguliert hierdurch die sserties= während
der ganzen Dauer der Fahrt; ein zweites,
senkrecht stehendes Ruder dient zum
Innehalten der Richtung. Im Kopf des
Torpedos befindet sich der durch den Austoß
an den Schiffsrumpf funktionierende Zünder,
welcher sodann die dahinterliegende
Sprenglabung. aus 25—30 kg Schießbaumwolle
bestehend, entzündet. Der Kopf
trägt außerdem noch vier scharfe Messer,
welche so gestellt sind, daß sie bei schiefem
Auftreffen des Torpedos sein Abgleiten
von der Schiffswand verhindern. Die
Geschwindigkeit des Torpedos wird vor
seinem Ablassen durch Ventile bestimmt.
Werden diese ganz geöffnet, so erreicht er
in der ersten Sekunde eine Geschwindigkeit
von etwa 13 m und läuft gegen 2 Seemeilen
(3710 m). Bei einer geringern
Ausangoge chwindigkeit läuft er zwar weiter,
aber es wachsen auch mit der verminderten
Geschwindigkeit die Schwankungen
unter Beeinflussung der Treffsicherheit.
Torpedobsste, Schutmittel gegen Torpedos.
Die Fischtorpedos wurden bisher aus
Lancierrohren abgelassen, die am Bug
oder am Heck besonders für den Bebrauch
Torpedos (Torpedoboote, Schutzmittel gegen Torpedos).
von T. eingerichteter Fahrzeuge angebracht
waren. In neuerer Zeit aber
werden sie aus geschützartigen Lancierrohren,
die auf dem Oberdeck jedes Schiffs
aufgestellt werden können, abgelassen, so“
daß sie von jedem Schiff als Waffe geführt
werden können. Hierdurch hat sich
die Ansicht Geltung verschafft, daß besondre
Torpedoboote zum ausschließlichen
Gebrauch dieser Waffe nicht mehr
erforderlich sein werden. Derartige Boote,
in einer von dem englischen Fabrikanten.
Thornycroft typisch gewordenen Konstruktion
angefertigt, haben nach ihm den
Namen Thornycrofts erhalten. Sie
sind 25 m lang und 3t½ m breit, laufen
mit einer Geschwindigkeit von 18 Seemeilen
und sind auch zum Gebrauch der Spieren=
und Harveytorpedos eingerichtet. Seit
mehreren Jahren ist die Maschinenfabrik
von F. Schichau in Elbing durch Ansertigung
derartiger Boote rühmlichst bekannt
geworden.
Dezfarchttare Wirkungder TIfordert die
Anwendung von Schutzmitteln gegen
dieselben. Noch sind Versuche und Erfahrungen
in dieser Richtunz wenig bekaunt
geworden. Man glaubt aber vor Anker liegende
Schiffe gegen Offensivtorpedos durch
verankerte senkrechte Gitterwände schützen
zu können; diese würden auchgegen Angriffe
mit Spierentorpedos von Wirksamkeit sein
können., Gegen Angriffe der Torpedoboote
werden Wachsamkeit und elektrische Beleuchtung
der Wasserfläche den besten
Schutz gewähren, wenn man die Annäherung
geitig genugbemerkt, um die Artillerie
in Thätigkeit bringen zu können. Die Leitungsdrähte
von elektrischen Minen wird
man durch Draggen und Schleppanker aufzufischen
suchen und zerschneiden. Man
wird kleine Boote mit Ketten und Tauen
voraufschicken und diese über den Grund
schleppen, um entweder die Minen so zur
Explosion zu bringen, oder aufzufischen.
Oder man wird, wenn man Kenntnis
von der Lage der Minen hat, Gegen= oder
Quetschminen hineinlegen oder hineintreiben
lassen und durch deren Explosion
jene mit zur Explosion zu bringen suchen.
Ebenso hofft man sich durch eine Minensperre
einen Weg erschießen zu können.