720 Sicherungsh. durch Pfänd. d. Anspr. auf Eigenthumsubertragung. & 1#5.
betreffs des Minimalbetrages) (oben S. 717 ff.), der Haftug
des Grundstücks für die dem Schuldner zur Last fallenden Kosten der
Eintragung und der Vertheilung bei Belastung mehrerer Grundstücke
sowie der Eigenthümerhypothek (88§ 932 Abs. 2. 867, 868 C. P. O.
§ 1163 B. G.B.).
Die gültige Arrestvollziehung hängt sowohl von der Zustellung
des Arrestbefehls an den Schuldner, als von der Wahrung einer bestimmten
Frist seit dem Erlasse des Arrestbefehls ab. Die Vollziehung
des Arrestbefehls ist nämlich unstatthaft, wenn seit dem
Tage, an welchem der Befehl verkündet oder der Partei, auf deren
Gesuch derselbe erging, zugestellt ist, zwei Wochen verstrichen sind.
Doch ist sie bereits vor der Zustellung zulässig, nur muß letztere
innerhalb einer Woche nach dem Arrestvollzuge und jedenfalls vor Ablauf
der hierfür oben erwähnten zweiwöchigen Frist bewirkt sein (§ 929
Abs. 2 und 3 CP. O.)). Mit dem Antrag auf Eintragung der
Sicherungshypothek gilt der Arrestbefehl im Sinne des
§ 929 Abs. 2 und 3 C. P.O. als vollzogen.
Da dieser Antrag bereits vor Zustellung des Arrestbefehls zulässig
ist, so kann der Grundbuchrichter die Eintragung nicht von dem
Nachweise der Zustellung abhängig machen, wohl aber muß dem Antrag
der Arrestbefehl beigefügt werden, da die Eintragung auf demselben
zu vermerken ist (§ 867 Abs. 1, S. 2; § 932 Abs. 2 C.P.O..
Der Antrag auf Eintragung kann sowohl vom Glänbiger, wie dessen
Prozeßbevollmächtigten gestellt werden und bedarf keiner Beglaubigung.
Die Anordnung einer Zwangsverwaltung, wie im bisherigen
Preußischen Recht nach § 153 Preuß. Zw. V. G. ist zur Vollziehung des
Arrestes nicht mehr gestattet.) Für die am 1. Januar 1900 bestehenden
öffentlichen landschaftlichen (ritterschaftlichen) Kreditaestaltn
ist diese Befugniß aber aufrecht erhalten (Art. 34 Pr.
z. Zw.V.G., Art. 167 E.G= B. G. B.).
r 155. Sicherungshypothek kraft Gesehes in Folge pfändung
des Auspruchs auf Eigenthumsübertragung.
Die Pfändung eines Anspruchs, welcher auf Uebertragung des
Eigenthums an einem Grundstücke gerichtet ist, erfolgt in der Weise,
daß der Berechtigte unter Vorlegung des vollstreckbaren Titels bei dem
5)) Vgl. Entsch. d. Kammerg., N. F. S. 115, Brogsitter in „das Recht“
4900 S. 174, ebenda Appel, ferner Conrades S. 213, gegen Böhm, daselbst
S. 124, Endemann II S 295.
) Vgl. Begründung der C.P.O. Novelle (Heymannsche Ausgabe) S. 263
und oben S. 650 ff.