Metadata : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Quintessent(ihiert

Weißer  mit  Quintera.  Gtube  Ch.  1,  300,  zumeist:
Quinterön,  m.,  —#;  —es;  in,  k.;  SInen.
essent(ilkErt,  a.:  auf  die  Quintessenz  gebracht,
aufs  höchste  verfeinert:  Kann  rie  Inkengruenz  des
rohen  Sloffes  u.  der  quinkessentierten  Feinheit  des  Auritoriums
  größer  sein?  Uor3.  20,  209.  Lessenz,  k.;
—en:  (s.  Es.):  Das  Erement  der  Himmelskörrer  gebört
  nicht  zu  den  [4]  Elementen  unsrer  Erre,  sondern  ist
ein  5tes  Element,  rie  qufnta  essntia,  woher  noch  unser
Ausrruck  O.  stammt,  womit  wir  das  Allerfeinste  [u.
nam.  den  feinsten  Auszug  v.  Etwas,  der  dessen  innerstes
Wesen  entbält]  bez.  W.  25,  382  2c.  essenziert,  a.:
quintessentiiert  (s.  d.).  -étt,  n.,  —(e)8;  Se,  —8;
-Klto,  n.t,  —#;  —,  -tti:  s.  Nonett;  Quarteit  2c.;
Pentaphonium.  idf  (frz.  kengt-),  m.,  —;  —s:  s.
Dekade.  iren:  1)  intr.  (haben):  a)  quinkelieren
(l.  d.),  in  feinen  Tönen  musicieren.  9  S#chs  G.  1,
22;  2,  53;  Derf.  (Wachern.  2,  7642)  2c.;  Brant  N.
7323  U.  dazu  Zarnche  (s.  QOuinterne).  —  b)  s.  quartieren
  1.  —  2)  tr.:  Gold-,  Silberwaaren  2c.  mit
dem  Probestempel  bezeichnen,  vgl.  punzieren.
Siclave  (irz.  kengtikläm),  m.,  —s;  —8;  -iclaävus
(mlat.),  m.  /§  24,  21:  ein  zur  Verändrung  der
Töne  (um  eine  Quinte)  dienender  Theil  am  Waldhorn.
  il:  Q.-Schein  od.  qguintflis  aspectus,  s.
Quarrat-Sch.  lis,  m.  I/S  24,  3,  uv.]:  ältrer
röm.  Name  für  den  Monat  Zuli  (s.  d.  u.  Martius).
Zille,  f.:  s.  Cinquille.  in:  1)  s.  Quent.  —  2)
(frz.  kengteng),  m.,  —s;  —s:  Mie-fil:  die  feinste  und
dünnste  Sorte  der  franz.  Leinen,  welche  den  Namen  O-s
od.  Quintas  lwohl  Drckf.  U.  Quintes]  führen.  Encoyhl.
f.  Kauf,  58  3a,  nach  der  Start  Saint  Q.  od.  Quentin.
Zinist  ck-),  m.,  —en,  (s);  —en:  Name  einer  v.
einem  Schneider  Quintin  im  16.  Jahrh.  gestifteten
Sekte.  —o,  n.,  —;  —s:  Golrgewicht  an  der
afrikan.  Wenküste.  olr,  f.:  —m:  eine  Grurpe  v.
5  gleich  langen  Noten,  die  zusammen  nur  den  Zeitwerth
  haben,  wie  sonst  4  solcher  Noten  (vgl.  Triole).
-ũpel,  a.:  5fach  2c.:  Q.-Allianz  (s.  A.),  Bund
unter  3  Mächten;  „Mächte,  vgl.  Pentarchie;  Traktat
(ĩ.  TX.)  2c.  -uplicieren:  1)  tr.:  verfünffachen.
—  2)  intr.  (haben):  eine  Quintuxlik  einreichen.
#-plicität,  I.;  0:  Fünffachheit.  uplièren,  tr.:
—  quintuplicieren  1.  uplik,  f.  ;  -en:  (Rechtsspr.)
Antwort  auf  die  Quadruplik.  uplieatiön,  k.;
en:  Quintuplicierung.  Tuplum,  n.,  —;  la
[&  24,  2,  n.):  ein  Fünffaches.  -us,  a.;  m.
[&  24,  21:  der  öte;  der  öte  Lehrer  2c.;  auch  röm.
Vorname  (gw.  abgekürzt:  Q.).  —  Ouinze  (irz.
kengh):  =  quindecim  (s.  d.  u.  va).  —  Onioquto,
m.,  —§;  0:  Aus  dem  Kern  lder  Olpalme  Elzis
zguinesnsis!]  macht  man  eine  Art  Butter,  welche  in
Guiana  Q.  heißt.  Olen  3,  660.  —  Quipil,  m.,
—8;  :  kurzes  leinenes  Oberhemd  der  südamerik.
Indianerinnen.  Scherzer  Nat.  116.  —  Ouiplp)os
(peruan.  k—-),  pl.:  Knotenschrift  der  alten  Pernaner
u.  die  dazu  dienenden  bunten  Schnüre.  —  Oniproquõ,
  n.,  —s;  —#:  s.  Qui  1.  —  Ouirapänga,
f.:  =  Guira  panga.  Jablonsky  863a.  —  Cnirat
(ar.),  n.,  —e)s;  -e,  uv.:  Karat  (s.  d.)  in  Agypten.
  —  Quiribini:  in  einem  Feenmärchen,  ein

Guitt  395

Zauberwort.  w.  30,  242  u.  152.  —  Quirilièren,
intr.  (haben):  gquinkelieren,  tirilieren  2c.  Heine
Reis.  2,  90.  —  Ouirin-äl  (lat.),  m.,  —e);  0;
einer  der  7  Hügel  des  alten  Roms;  heute  auch:
der  paͤpstl.  Palast  daselbst.  Gutkow  3.  9,  81.
dlia,  pl.  (§  24,  3.  u.);  -älfen,  pl.:  röm.  Natie
  nalfest  des  Quirinns.  älis,  a.:  dem  Quirinus
  geweiht  2c.:  Flämen  (s.  d.)  q.  Suti  2,  308;
Collis  q.,  der  guirinälische  Hügel  (s.  Quirinal)  2c.
zus,  m.,  uv.:  0  §8  24,  2):  Name  altrömischer
Golter,  bes.  des  vergötterten  Remulus.  v.  Ov.  2,
372  ff.  (s.  Ora  2).  —  Quiriquincho  (lirikintscho),
m.,  —:  —s:  Der  O.,  ein  kleiner  Dasspus  [s.  d.  J.
Pppig  Ch.  1,  274,  vgl.:  Das  Gurtelthier,  Quir—
qduincho  Löla  (Dasypus  ed.  Armadill).  Globus  5,
7a;  Ohen  7.  867  1c.,  s.  Kachikame.  —  CQufr#-is
(lat.),  m.  [8  24,  3,  -itis):  Quirit:  Una  vertigo
Quiritem  fäcit  s„einmaliges  Herumdrehen  macht
einen  Bürger“  —  aus  einem  Sklaven,  s.  Persius  5,
761,  ein  vaar  Werte,  v.  mitgebrachten,  handwerksmäßigen
  „.Zeugen“  beschworen  machen  den  „Bürger“,
das  echte  Stimmvieh  laus  eingewanderten  Irlänrern,  in
Amerikall.  Salon  2,  4238.  ĩt,  m.,  -en;  -en:  Ehrenname
  der  altröm.  Bürger,  z.  B.  in  Ez.  kollektiv.
V.  Ov.  2,  371  ꝛe.;  bes.  in  Mz.;  auch  verallgemeint;
  zuw.  auch  spöttisch,  z.  B.  von  Einwohnern
des  jetzigen  Rom's:  Während  zerlumrte  O-en  ihr
Boecia  fvielten.  Uai3.  20,  2792c.  —  Quirquincho:
s.  Quiriquincho.  —  Quis  (lat.,  neutr.  quid,  s.  d.;
sonstige  Abwantlung  wie  v.  qui,  s.  d.  1):  wer?,
s.  cur  1;  Q.  tulerit  Gracchös  (s.  d.)  2c.  que
(abgewandelt,  wie  quis):  Jeder  (vgl.  quilibet),
z.  B.:  Süz  d.  fortüng  fäber  (s.  d.);  Q.  suGs
patimür  Jlanés,  Jeder  büßt  sein  Vergehn;  Q.
præsũmitur  (s.  d.)  2c.;  Pröximus  (s.  d.)  sibi
a.:  CQ.  suörum  verbörum  Sptimus  interpres,
Zeder  ist  seiner  eignen  Worte  bester  Ausleger  2c.
—  Quisquflien  (lat.),  pl.:  werthloses,  unbrauchbares
  Zeug;  Plunder  2c.:  Zu  viel  O.=Gelahrtheit.
  Sürger  319b.  —  Ouitan-deira
(port.  kitandsra),  f.;  —s:  Obstbändlerin,  in
Brasilien  2c.  Globus  4,  47b.  —  Cuite  (ipan.  k—),
m.,  —#;  —:  Der  Picador  war  in  der  äußersten  Gefahr
gewesen,  aber  der  Tato  hatte  ihn  lver  dem  Stierl  gerettet.
  Man  nennt  dgl.:  einen  O.  (Parierung,  Abwendung)
  machen.  138a.  —  Quktha  (skald.),  f.;  —#:  Q.,
eine  Darstellung  ungluckseliger  Ereignisse.  Kosenkranz
Psch.  301.  —  Guitt,  a.:  (s.  Ss.)  —  gw.  nur  ais
prädikat.,  nicht  als  attrib.  Ew.:  los,  ledig,  frei  v.
Etwas:  Von  Eiwas,  Desselben,  es  q.  sein,  werden  rc.;
auch  bloß:  Q.  fein,  nam.:  so,  daß  keine  Ansprüche
mehr  gegen  Einen  erhrben  werden  können;  Wir
sinr  (mit  einander)  q.,  haben'gegenseitig  Nichts  mehr
an  einander  zu  fordern  2c.;  veraltend:  Einen  (rer
Schuld  2c.)  Jq.  zählen,  erklären,  schelten,  erklären,  daß
man  mit  seinen  Ansprüchen  befriedigt  ist,  keine
Fordrung  mehr  hat  (O.-Scheltung),  so  auch
früher:  quirten,  jetzt  gw.:  quittieren  (s.  d.  1);
aber  noch:  Quittung  (s.  d.).  —  Aus  lat.  aniétus,
daher  niedrd.  quit,  entsprechend  im  ältern  Hochd.:
Hat  Einer  vielleicht  einen  Streit|u.  wäre  gern  des
            
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