Metadaten : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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das  aufgeschwollene  Schulden-Kapital  abzutragen,
  so  müßte  nothwendig  die  Eröffnung
neuer  Hülfsquellen  versucht  werden.  Statt  aber
neue  Hälfe  in  neuen  und  höheren  Steuern  zu
suchen,  so  sollte  man  vorher  eine  Probe  machen,
wie  viel  etwa  durch  bessere  Oekonomie  erspart
und  durch  sorgfältigere  Steuer-Einrichtungen
gewonnen  werden  könne.  ç.
Unstreitig  war's  auch  der  Probe  eben  so  sehr  werth,  als
dringend  die  Noth  war,  die  dießmal  die  Probe  veranlaßte.
Denn  nie  hatte  noch  Spanien  unter  allen  seinen  Finanz-Ministern
  einen  Reformator  gehabt,  der  auch  nur  einen  Haupttheil
  des  dortigen  Finanzspstems  in  planmäßige  Ordnung
und  Gleichheit  gebracht  hätte.  Man  hatte  viel  im  Einzelnen
gebessert,  und  wie  es  bei  Besserungen  dieser  Ark  zu  geschehen
pflegt,  nie  einen  Hauptplan  befolgt,  nie  regelmäßige  Succession
  und  Harmonie  in  jene  theilweise  Verbesserungen  gebracht,
  und  überall  war  auch  noch  die  alte  falsche  Grund-Einrichtung
  völlig  kennbar  geblieben.  Nun  aber  stiegen  die
jährlichen  Ausgaben  immer  mehr,  die  Sicherheit  des  Reichs
machte  einen  See,  und  Land-Etat  nothwendig,  der  immer
kostbarer  wurde;  und  zu  allen  alten,  schon  hoch  aufgeschwollenen
  Schulden  kam  die  neue  Schuldenlast  hinzu.  Schon  1786
war  die  jährliche  Ausgabe  für  Zahlung  der  Zinsen  ungefähr
auf  260,000  Rrthlr.  *)  gestiegen.  Im  letzten  Kricge  waren
neun  Millionen  Pesos  #s)  Schulden  hinzugekommen,
die  der  König  bei  einigen  spanischen  Kaufleuten  zu  vier  Procent
aufgenommen,  796)  und  einem  entworfenen  Mane  gemäß

*)  10  Reales  Vellon  werden  nämlich  hier  nach  Achenwalls  Statistik,
S.  454,  135,  zu  24  Mgr.  gerechnet.
7%)  Ein  Peso  lberte  beträgt  (v.  1.  c.)  as  Mgr.
576)  S.  den  königlichen  Befehl  vom  20.  September  1780.