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das aufgeschwollene Schulden-Kapital abzutragen,
so müßte nothwendig die Eröffnung
neuer Hülfsquellen versucht werden. Statt aber
neue Hälfe in neuen und höheren Steuern zu
suchen, so sollte man vorher eine Probe machen,
wie viel etwa durch bessere Oekonomie erspart
und durch sorgfältigere Steuer-Einrichtungen
gewonnen werden könne. ç.
Unstreitig war's auch der Probe eben so sehr werth, als
dringend die Noth war, die dießmal die Probe veranlaßte.
Denn nie hatte noch Spanien unter allen seinen Finanz-Ministern
einen Reformator gehabt, der auch nur einen Haupttheil
des dortigen Finanzspstems in planmäßige Ordnung
und Gleichheit gebracht hätte. Man hatte viel im Einzelnen
gebessert, und wie es bei Besserungen dieser Ark zu geschehen
pflegt, nie einen Hauptplan befolgt, nie regelmäßige Succession
und Harmonie in jene theilweise Verbesserungen gebracht,
und überall war auch noch die alte falsche Grund-Einrichtung
völlig kennbar geblieben. Nun aber stiegen die
jährlichen Ausgaben immer mehr, die Sicherheit des Reichs
machte einen See, und Land-Etat nothwendig, der immer
kostbarer wurde; und zu allen alten, schon hoch aufgeschwollenen
Schulden kam die neue Schuldenlast hinzu. Schon 1786
war die jährliche Ausgabe für Zahlung der Zinsen ungefähr
auf 260,000 Rrthlr. *) gestiegen. Im letzten Kricge waren
neun Millionen Pesos #s) Schulden hinzugekommen,
die der König bei einigen spanischen Kaufleuten zu vier Procent
aufgenommen, 796) und einem entworfenen Mane gemäß
*) 10 Reales Vellon werden nämlich hier nach Achenwalls Statistik,
S. 454, 135, zu 24 Mgr. gerechnet.
7%) Ein Peso lberte beträgt (v. 1. c.) as Mgr.
576) S. den königlichen Befehl vom 20. September 1780.