Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1917. (51)

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(Nr.  6022)  Bekanntmachung,  betreffend  Anderung  und  Ergänzung  der  Eichordnung.  Vom
22.  August  1917.

A.#  Grund  des  §&  19  der  Maß-  und  Gewichtsordnung  vom  30.  Mai  1908
(Reichs-Gesetzbl.  S.  349)  wird  die  Eichordnung  vom  8.  November  1911  (Beilage
  zu  Nr.  62  des  Reichs-Gesetzbl.  S.  960)  wie  folgt  geändert.

Artikel  1
’9  Abs.  2  erhält  folgenden  Zusatz:

Für  die  Stempelung  der  aus  Eisen  gefertigten  Meßwerkzeuge  für
trockene  Gegenstände  sind  Niete  oder  Plättchen  aus  weichem  Eisen
zulässig.  "

Artikel  2

Im  §&  43  Nr.  3  treten  an  Stelle  von  Satz  2  folgende  beide  Sätze:
Besteht  die  Wand  aus  mehreren  Stücken,  so  ist  deren  Zusammenhang
  durch  Stempelung  zu  sichern.  Bei  den  Maßen  von  mehr  als
20  Liter  muß  nötigenfalls  die  Wand  außen  durch  Reifen  verstärkt  sein.

Artikel  3
Die  Bestimmungen  der  Artikel  1  und  2  treten  mit  dem  Tage  ihrer  Verkündung
  in  Kraft.
Berlin-Charlottenburg,  den  22.  August  1917.
Kaiserliche  Normal-Eichungskommission
In  Vertretung
Plato

 

 

(Nr.  6023)  Bekanntmachung,  betreffend  Ubergangsbestimmung  für  die  Neueichung  von  Meßwerkzeugen
  für  Flüssigkeiten  mit  gleichartiger  Einteilung.  Vom  22.  August  1917.

A-  Grund  des  §  19  der  Maß-  und  Gewichtsordnung  vom  30.  Mai  1908
(Reichs-Gesetzbl.  S.  349)  erläßt  die  Kaiserliche  Normal--Eichungskommission  die
nachstehende  Ubergangsbestimmun:  r:„„

Meßwerkzeuge  für  Flüssigkeiten,  die  zur  Erleichterung  der  Benutzung  mit
einer  Verlängerung  des  Abflußhahns  bis  zur  Nullmarke  versehen  sind  (vgl.  Bildliche
  Darstellungen  II  Blatt  4  Fig.  13  und  14  und  Beschreibung  und  Erläuterung
S.  19  und  20),  sind  nur  noch  bis  zum  31.  Dezember  1917  zur  Neueichung,
bis  zum  31.  Dezember  1921  zur  Wiederholung  der  Eichung  zugelassen.

Berlin-Charlottenburg,  den  22.  August  1917.

Kaiserliche  Normal-Eichungskommission
In  Vertretung

Plato