Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1918. (52)

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Die  Stationen  an  der  Bahnlinie  zählen  von  Lengeler  bis  Südende-Berlin
einschließlich  zur  Frachtausgangsstation  Diedenhofen,  von  Südende-Berlin  bis
Alexandrowo  zur  Frachtausgangsstation  Aachen-Rothe  Erde.

Erfolgt  die  Lieferung  in  das  Gebiet  der  Frachtausgangsstation  Aachen-Rothe
  Erde  auf  Grund  vorher  getroffener  Vereinbarung  von  Stationen  aus,  die
im  Gebiete  der  Frachtausgangsstation  Diedenhofen  liegen,  so  umfaßt  der  Höchstpreis
  die  gegenüber  der  Frachtgrundlage  Aachen-Rothe  Erde  entstehende  Mehrfracht
  nicht.

Ist  nach  Stationen  zu  liefern,  die  500  Kilometer  und  mehr  von  der  Frachtausgangsstation
  entfernt  liegen,  so  ist  dem  Empfänger  eine  Frachtvergütung  von
10  vom  Hundert  zu  gewähren.  Für  die  Berechnung  der  10  vom  Hundert  sind
die  um  20  vom  Hundert  ermäßigten  Eisenbahnfrachten  nach  den  Sätzen  des  Ausnahmetarifs
  3,  Kalitarif,  in  der  allgemeinen  Kilometertariftabelle  vom  1.  Oktober
  1917  maßgebend.

Die  Lieferung  erfolgt  nach  Wahl  der  Werke  in  haltbaren  Papier-  oder
Gewebesäcken.  Wird  in  Papiersäcken  geliefert,  so  wird  ein  Aufschlag  von  50  Pfennig
für  je  100  Kilogramm  berechnet.  Werden  Gewebesäcke  verwendet,  so  wird  ein
Aufschlag  von  3  Mark  für  den  Sack  von  100  Kilogramm  und  von  2,50  Mark
für  den  von  75  Kilogramm  Fassungsraum  berechnet.

Säcke  aus  Webstoff  werden,  wenn  sie  unbeschädigt  und  zur  Füllung  und
Versendung  von  Thomasmehl  noch  verwendbar  sind,  gegen  eine  Vergütung  nach
folgenden  Sätzen  frei  Werk  zurückgenommen.

Die  Vergütung  beträgt,  je  nachdem  die  Säcke  100  oder  75  Kilogramm
Fassungsvermögen  haben,  wenn  die  Rückgabe  erfolgt:

vor  Ablauf  der  4.  Woche  2,50  Mark  oder  2,00  Mark
"  "  "  5.  »..  ..  2,40  " "  1,90 "
"  "  »  6.  »  ....  2,15  "  "    1,65  "
»  "   "  7.  "  ....  1,90  »  »  1,40  »
»  »  »  8.  "  ....  1,65  "  "  1,15  "

Die  Frist  wird  jeweils  vom  Tage  des  Empfanges  der  Lieferung  an  gerechnet.
Nach  Ablauf  der  8.  Woche  sind  die  Werke  zur  Rücknahme  der  Säcke  nicht  mehr
verpflichtet.
Die  Entscheidung  über  die  Brauchbarkeit  und  Zurücknahme  der  Säcke  steht
den  Werken  zu.
Zahlung  und  Berechnung:  Barzahlung  mit  1½  vom  Hundert  Abzug.