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Senfft-Hilsach, der dem Trieglaffer Kreise zugehörte, seine
Derlobung anzeigte: „Ich sehe mit froher hoffnung einem
Bunde entgegen, der nicht ohne mannigfache wunderbare
Sügungen herbeigeführt werden konnte, und zu dessen
Segnungen ich um so größeres Dertrauen hegen darf, als
seine S#nknüpfungspunkte rein innerlicher und unvergänglicher
Natur sind.“ Man sieht deutlich, wie der Neubekehrte
seine veränderte innere Lage nur solchen gegenüber rückhaltlos,
obschon maßvoll und bescheiden bekennt, denen
er dafür ein volles Derständnis zutraut, solchen gegenüber
aber, denen seine frühere Stellung sumpathisch und allein
verständlich ist, seine „Deränderung“ zwar nicht verschweigt,
aber deren tiefsten Inhalt verschleiert. Das braucht wirklich
nicht als Diplomatie oder unaufrichtige Hnpassung beurteilt
zu werden; es ist nur der Kusdruck einer sehr feinfühligen
und keuschen Seele, der alles Kufdrängen von Bekenntnissen
fern liegt, und die ihr Innerstes anderen nur gerade so weit
öffnet, als sie zu dessen vollem Derständnis vorbereitet sind.
Dietistischer Bekennerdrang wohnte nicht in seiner Brust,
wenn er auch ?) einem aufrichtig Getreuen wie v. Dewitz
eine durchaus befriedigende „dogmatische“ Kuskunft gab.
Der hatte die Wehmut und das leise Mißtrauen, womit
der alte Sreundeskreis seinen Eintritt in den neuen, überall
als extrem pietistisch bekannten Kreis beobachtete, ehrlich
ausgesprochen und darauf ein ebenso ehrliches Bekenntnis
seiner religiösen Sinnesänderung erhalten. Uebrigens steckt
ein solches Bekenntnis doch auch in dem Brief an den Bruder.
Daß er aber den Geschwistern gerade hierüber zurückhaltender
schreibt, erklärt Marcks überzeugend aus „jener Scheu vor
».