Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1809. (4)

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Mergentheim.  Nach  Mergntigltem  Befehl  sollen  die  Gebdude  der  Theilnehmer  an  der  hier  ausgebrochenen
  Aufruhr,  als  Andreas  Kümmers  von  Harthausen,  Conrad  Klingerts  von  Unter-Balbach,  und  Michael
  Höks  von  Ailringen  confiseirt,  und  öffentlich  verkauft  werden.  Zu  diesen  Verkaufs-Verhandlungen  habe
ich  nun,  und  zwar  des  ersten,  den  3.  Okt.;  des  zweiten,  den  4.  Okt;  des  dritten,  den  s.  Okt.  bestimmt.
Die  Biebhaber  zu  diesen  gut  Schauten  Weohnhäusern  und  Scheuren  haben  sich  nun  an  gedachten  Tagen  Vormittags
  zeitlich  in  den  Gasthöfen  zu  Harthausen,  Unter-Balbach,  und  Ailringen  ginzuftudnn  und  denen  Aufstreichs-Verhandlungen
  anzuwohnen.  Den  16.  Apr.  1809.  Cameral=Wiblingen.
  Bei  dem  hiesigen  Cameralamte  werden  nachstehende  Güter  im  ge  der  öffentlichen
Bersteigerung  verkauft  werden  Den  16.  Dkt.  Nachmittags  2  Uhr  zu  Illerieden  das  dortige  Amthaus  nebst
der  Amts.  Scheuer  auch  dem  daran  befindlichen,  etwa  #  Tagw.  gusen  Garten.  Den  17.  Okt.  Bormittags
8  Uhr  zu  Regleneweiler  bei  Illerieden  r  Haus,  4  Ichrt.  Akers,  und  4  Tagwerk  Wiesen.  Den  18.  Okt.  zu
Wiblingen  Vormittags  8  Uhr  die  Kapellen  zu  Wiblingen  und  Harthausen  mit  den  darauf  befindlichen  Gloken,
wozu  die  Liedhaber  hiermit  eingeladen  werden.  Den  19.  Sept.  1809.
Kreis-Steuerratb  zu  Ebingen  und  Cameralverwalter  zu  Wiblingen.
Wolfegg.  Zufolge  allerhöchsten  Befehls  wird  bis  Miktwoch  den  18.  Okt.  d.  J.  das  durch  die  Aufhebung
  des  biesigen  Chor-Stifts  entbehrlich  gewordene  Kirchen-Silber  von  etwa  3900  Loth  mit  einigen  andern
  kostbaren  Kirchen  Geräthschaften,  nedst  5  Geocken,  welche  zusammen  gegen  rzo  GEentner  im  Gewicht  halten,
  und  von  vorzüglicher  Brauchbarkeit  sind,  an  den  Meistbietenden  zum  Sianhen  Verkauf  gebracht,  worzu
die  Siebhaber  auf  gedachten  Tag  Morgens  0  Uhr  hiemit  eingeladen  werden.  Den  17.  Sept.  1809.
«  Kön.  Kreis-Steueramt  zu  Altdorf,  und  Cameralamt  Waldsee.
Bettlinsdad  bei  Rottweil.  Das  3  Stunde  von  Rottweil  entlegene,  zur  dasigen  Stiftsverwaltung
börige  Hofgut  Bettlinsbad,  welches  in  einem  Wohnhaus,  Scheuer#  Wasch=  und  Bakhaus,  12ä  Ichrr.  1
rtl.  Aeker  in  #.  Segen,2  Ichrt.  a##  Brtl.  114  Ruth.  Wiesen  und  ro  Ichrt.  33  Bul.  311  JFuth.  derzeit
noch  zdem  Held  bestehet,  wird  künftigen  Freitag  den  23.  Okt.  auf  0  Jahre  von  Georgül  r810  bis  1819.  im  öffentlichen
  Aufstreich  verliehen  werden.  iejenige  Liebhaber,  welche  ihre  Kenntniß  in  der  Landwirthschaft  u.  ein
ur  Cautions-kristung  binreichendes  Bermögen  mit  obrigkeitlichen  Jeugnissen  zu  legitimiren  vermögen,  baben
ich  an  gedachtem  Tag  Morgens  8  ühr  in  Bettlinsbad  einzufinden,  wo  sie  die  Bedingungen  vernehmen,  und
der  kicitations-Handlung  anwohnen  könm#n.  Rottweil,  den  0.  Sept.  18000.  Kän.  Stiftungs.  Verwaltung.
Hochberg  und  Hochdorf.  Die  herrschaftl.  Schaafweide  daselbsten,  welche  ein  Beständer  mit  230
Stük  Waare  beschlagen  darf,  wird  bis  Donnerstag  den  12.  Okt.  wiederum  von  Georgit  1810.  an  auf  6  Jah-2
  neuerlich  verliehen  werden.  Ein  Beständer  hat  neben  freier  Wohnung  auch  einige  Kuchen=  und  Krautgärklen,
  debgleichen  3  Morg.  Akers,  1  Mrg.  14  Vrtl.  64  Rih.  Wiesen,  und  1½  Mrg.  4  Vrtl.  114  Ruth.  Grasund
  Baumgarten  zu  genießen,  muß  aber  dagegen  eine  Caution  von  .  stellen.  Die  Pachtliebhaber  haben
sich  daher  gedachten  Tags  Vormittags  o  Uhr  mit  ihren  Meister-Briefen,  und  gerichtlichen  oberamtlich  gesiegelten
  Zeugnissen,  daß  8  die  erforderliche  Caution  zu  stellen  vermoͤgen,  zu  o  einzusinden,  und  der
Verhandlung  anzuwohnen.  Den  18.  Sept.  1800.  "  meralamt  Waiblingen.
konberg.  In.  Gemasheit  eines  allergnädigsten  Befehls  des  Königl.  Oberlandes-Oekonomie-Koll  gium
wird  die  Sommer=  und  Winter-Schaafweide  der  biesigen  Stadt  auf  die  3  Jahre  vom  14.  Merz  1810  bis  1873.
iimn  öffentlichen  Aufstreich  verliehen  werden.  Die  gesunde  Wadde  erträgt  500  Stücke  an  alter  und  funger  Waare,
  woran  580  Stuͤk  vom  Beständer  eingeschlagen  werden  dörfen.  Dieser  hat  die  bisherige  Schifers  Wohnung
und  Stallung  nebst  dem  Winterpförch  frei  zu  geniessen  und  alle  Jahr  ein  Pförchstozen-Eichlen  unentgeldlich
aus  dem  Stadtwald  zu  empfangen.  Zur  Verleihung  ist  Dienstag  der  ro.  Okt.  d.  J.  anberaumt.  Es  werden
daher  die  Bestands-Liebhaber  eingeladen,  an  diesem  Tag  Vormittags  ro  Uhr  auf  dem  hiesigen  Rathhaus  zu
erscheinen  und  sich  mit  gerichtlichen  Zeugnissen  ihres  Prädikats  und  daß  sse  eine  Caution  von  6oo  fl.  zu  leisten
im  Stande  seien,  zu  legitimiren,  welche  Caution  sie  auch  mit  Stellung  eines  tüchtigen  Bürgen  und  Selbstzählers
  aus  dem  hiesigen  Oberamt,  prästiren  können.  Den  13.  Sept.  186  Kön.  Oberamt.
Mergentheim.  Da  der  Bestand  der  herrschastlichen  Schäferci  zu  Löffelstelzen  mit  nachst  Michaelis  zu
Ende  geht,  so  solle  dieselbe  wieder  auf  3  oder  6  Jahre  an  den  Meistbietenden  verliehen  werden.  Dieses  wird
hiemit  öffentlich  bekannt  gemacht,  damit  diejenige  so  zu  Erstegung  dieser  Schäferei,  welche  scoo  Stäük  Zuchtwan
  erträgt,  und  womit  dem  Pächter  eine  Wohnung,  hinlängliche  Schaafstallung,  2  Gärtlen,  nebst  dem
ganzen  PMarch,  wofer  der  Schäfer  die  halbe  Frucht  der  gepförchten  Aeker  erhält,  und  das  Oehmdgras  von
uUngefehr  20  Morg.  Wiesen  überlassen  wird,  Lust  bezeugen,  an  dem  zu  dieser  Berhandlung  bestimmten  Ta
Montag  den  2.  Okt.  Vormittags  in  dem  Gasthof  zum  Krsuz  in  Löffelstelzen  erscheinen  können,  wobei  noch

erwalter  Klett.