Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1817. (12)

Augen,  klelne  Nase,  kleinen  Mund,  schmale  Wangen  und  gute  Zähne.  Sie  war  Heklesdet  mit  einer
Bandhaube,  schwarzem  Halsdand,  rothem  weis  gestreistem  Halstuch,  braunem  Leibchen,  werkenen

Schurz,  vothem  Rock,  wollenen  blaulichten  Serümpfen,  und  ausgeschnittenen  Schuhen.  Den  31.  Dec.
1616.  ·  K.  Oberamt.

Calw.  Der  ledige  Glasergeselle  Ernst  Johann  Blalcher,  von  Urach,  ist  in  einer  vor  dem  hiesigen
Criminalamt  auhängigen  Untersuchung  verwikelt,  hat  sich  aber  der  geleisteten  juratorischen  Cantion  unerachtet,
  noch  vor  Beendigung  der  Inquifition  entfernt,  u.  sein  t  (K  nicht  bekannt.  Es  wird
nun  ermeldter  Blaicher  hiemit  bffentlich  ausgefordert,  sich  ungesäumt  vor  dem  hiesigen  Criminalamt  zu
stellen,  und  sich  des  weltern  zu  gewärtigen.  Zugleich  werden  alle  Yollzel-  Behbrden  geziemend  ersucht,
auf  ihn  zu  fahnden,  Iön  aus  Beireten  arretiren,  und  #egen  Ersaz  der  Kogen  einliefern  zu  lassen.  Sis

nalement.  Blaicher  ist  25  J.  alt,  5  Fuß  9  Joll  groß,  hat  blonde  Haare,  ein  länzlichtes  Ge-##n.
  eine  hohe  Stirne,  und  rbthlichte  Gesichtsfarbe,  ein  rundes  Kinu,  und  einen  propeortionirten  Mund,
Den  7.  Jan.  1517.  K.  Crlminalamt  der  kandvogtei  Schwarzwald.

Gerabronn.  Der  Leonhard  Hörners  Wittib  von  Sigisweiler,  hiesigen  Oberamts,  wurde  in  der
Nacht  vom  27  auf  den  25ten  Dec.  folgendes  durch  gewaltsamen  Einbruch  emwendet,  u.  zwar;  1  Oberbeit
  mit  weissem  Ueberzug,  1  Pfulben,  2  Kopfkiffen„  1  grobes  und  1  flächsenes  Mannshemd,  1  Sack.

emischte  Frucht,  1  Prl.  Erbsen.  Da  bis  jetzt  der  Thäter  unbekanut  ist,  so  werden  alle  Hoch:  und

-Wobutor.  Polizei-Behdrden  hievon  mit  dem  —  Ersuchen  in  Kenntniß  gesetzt,  zu  Emdeckung

desselben  sowohl,  als  der  gestohlenen  Effekten  die  geeigneten  Austalten  zu  rreffen.  Sren  Dec.  1810.
64  eramt.

Leutkirch.  Nachbeschriebene  2  Iedige  Pursche  aus  biefigem  Oberamtsbezirk,  benanntlich  1)  Conrad
Kolb  von  Lizenhofen,  Schultheifserei  Gebrazhofen,  und  2)  Kaver  Patent  von  Oberwies,  Schultheiss,  Waltershofen,
  beide  schon  seit  geraumer  Jeit  abwesend,  haben  sich  seit  ibrer  Entfernung  aus  ihrem  Heimwesen
in  zerschiedenen  Orten  hiesiger  Gegend  des  Diebstahls  verdächug  und  darauf  stüchtig  gemacht.  Alle  sowohl
  inn  als  ausländische  Hochlbbl.  Justiz=  und  Polizei=  Behdrden  werden  andurch  requirirt,  auf  dieselbe
  genan  möglichst  fabuden,  sie  im  Betretungsfall  arretiren,  und  dann  wohlverwahrt  gegen  Ersaz  der
Kosten  anhero  einliefern  zu  lassen.  Signalements  1)  des  Conrad  Kolb:  dieser  ist  36  J.  alt,  mittelmäsiger
  Größe,  untersezter  Statur,  ovaler  Gesichtsform,  etwas  bränunlichter  Gesichtsfarbe,  brauner
Haare  und  Augbraunen,  grauer  Augen,  proportlomrter  Nase,  mittelmäsgen  Munds,  voller  Wangen,
guter  Zähne,  runden  Kinns,  blonden  und  schwachen  Barts;  trug  gewbbnulich  einen  dunkelblauen  Schoben
kurze  lederne  schwarze  Hosen  und  Stiefel.  2)  Des  Kader  Patent:  Dieser  ist  im  20ten  Jahr,  5  Fuß“
9  Zoll  4  Lin.  groß,  starker  Statur,  brauner  Haare,  breiter  Stirne,  brauner  Augen  und  Augbraunen,
mittelmäsiger  Nase,  eden  solchen  Munds,  weißer  Zähne,  rother  Wangen  und  brauner  Gesichtsfarde.
Seine  Kleidung,  in  welcher  er  letztmals  gesehen  worden,  bestund  in  einem  schwarz  grauen  Mantel,
dunkelblauem  Jankerl,  einem  schwarzen  Halstuch,  manchesternen  Weste,  kurzen  schwarzledernen  Hosen,
Stieleln  und  runden  Hut.  Den  30.  Dec.  1816.  K.  Oberamt.

Nürtingen.  Eon  kaneenn  In  der  Nacht  vom  27  eeen  26.  Dec.  wurden  dem  Rößlenswirth
  Johannes  ber  in  Frikenhaufen  vierzehn  Hämmel  und  Schaafe  aus  dem  Pförch  gestoblen,
  wovon  6  an  beiden  Ohren  mit  einem  halbden  Monde  und  einem  W.,  die  übrigen  aber  nur  an
Einem  auf  die  nemliche  Art,  und  außerdem  noch  mit  andern  Beizeichen  bezeichnet  sind  Die  Feldzeichen
der  gestohlenen  Schaase  sind  schwarze  Dupfen  auf  dem  Kreutz,  die  der  Hämmel  aber  rothe  Dupfen  auf
dem  Buge.  Sämtliche  Hoch=  und  Wohlldbl.  Odrigkeiten  werden  hiemit  ersucht,  zur  Entdekung  des
Diebs  miutzuwirken,  und  falls  sie  von  demselben  oder  den  entwendeten  Schaafen  erwas  iIn  Erfahrung
brächten,  dem  hiesigen  Oberant  gesällige  Anzeige  zu  machen.  Nürtingen,  den  4.  Onst  .

k  Oberamt.

Pflugfeld,  Oderamts  kudwigsburg.  Zu  Pflugseld  find  die  natürlichen  Blattern  ausgebrochen
und  zu  Verhütung  des  Berkehrs  mit  den  angestekten  Hä#ußern  solche  bezeichnet  worden,  welches  hiemit
öffentlich  bekanut)  gemacht  wird.  Denu  6.  Jan.  18717.  K.  Oberamt.