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stellen, können vom Genossenschaftsvorstande beschlossen
werden, soweit sie den Zweck der Genossenschaft
nicht verändern. Der Beschluß ist
vom Meliorationsbaubeamten zu prüfen und bedarf
der Genehmigung der Aussichtsbehörde. Vor
Erteilung der Genehmigung sind die Genossen zu
hören, die durch die Anderung der Anlage
betroffen werden.
Spätere Anderungen und Ergänzungen der
Anlagen, durch die der Zweck der Genossenschaft
nicht geändert wird, sind von der Mitgliederversammlung
zu beschließen; der Beschluß ist vom
Meliorationsbaubeamten zu prüfen und bedarf
der Genehmigung der Ausfsichtsbehörde.
Anderungen des Planes, durch die der Zweck
der Genossenschaft geändert wird, sind nur auf dem
Wege einer Satzungsänderung zulässig.
84.
Organe der Genossenschaft sind:
1. die Mitgliederversammlung;
2. der Genossenschaftsvorstand;
3. der Vorsitzende des Vorstandes (Vorsteher).
8 6..
Die Mitgliederversammlung besteht aus
sämtlichen beitragspflichtigen Genossen.
Das Stimmverhältnis richtet sich nach der
Fläche der beitragspflichtigen Grundstücke in der
Weise, daß für jedes angefangene Hektar eine
Stimme gerechnet wird.
Die Stimmliste (Grundstücksverzeichnis mit
Angabe der Flächengrößen) ist von dem Vorstande
zu entwerfen und vier Wochen lang zur Einsicht
der Genossen in der Wohnung des Vorstehers
auszulegen. Die Auslegung ist vorher ortsüblich
in den Gemeinden, deren Bezirk ganz oder teilweise
dem Genossenschaftsgebiet angehört, und in
dem für die öffentlichen Bekanntmachungen der
Genossenschaft bestimmten Blatte bekannt zu' Lo
machen.
Anträge auf Berichtigung der Stimmliste
sind an keine Frist gebunden.
Jeder Genosse kann sein Stimmrecht durch
einen anderen, mit schriftlicher Vollmacht versehenen
Genossen ausüben.
Miteigentümer eines Grundstücks können ihr
Stimmrecht nur gemeinschaftlich ausüben. Beteiligen
sich nicht sämtliche Miteigentümer an der
Abstimmung, so gelten die Nichterschienenen oder
Nichtabstimmenden als den Erklärungen der Erschienenen
zustimmend.
In der Ausübung des Stimmrechts werden
vertreten:
1. Geschäftsunfähige oder in der Geschäftsfähigkeit
Beschränkte durch ihren gesetzlichen
Vertreter,
2. Ehefrauen durch ihren Ehemann und
3. juristische Personen durch ihre verfassungsmäßig
berufenen Vertreter.
86.
Der Genossenschaftsvorstand besteht aus:
a) einem Vorsteher,
b) zwei Beisitzern, von denen einer Stellvertreter
des Vorstehers ist. Ferner tritt nach
Anstellung des Genossenschafts -Technikers
dieser dem Vorstand als Mitglied bei.
Für die Beisitzer werden zwei Stellvertreter
bestellt.
4 Die Vorstandsmitglieder bekleiden ein Ehrenamt.
Als Ersatz für Auslagen und Zeitversäumnis
erhält jedoch der Vorsteher eine von der Mitgliederversammlung
festzusetzende jährliche Entschädigung.
87.
Der Vorsteher, sein Stellvertreter und die
übrigen Mitglieder des Vorstandes mit Ausnahme
des Genossenschaftstechnikers werden auf
drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt.
Die Wahl des Vorstehers und seines Stellvertreters
bedarf der Bestätigung der Aufsichtsbehörde.
Wählbar ist jeder Geuoe und jeder zur Ausübung
des Stimmrechts be ugte Vertreter eines
Genossen, der im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte
ist. Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt
in getrennten Wahlhandlungen für jede
Stelle. Jeder Wähler hat dem Leiter der Mitgliederversammlung
mündlich und zu Protokoll
zu erklären, wem er seine Stimme geben will.
Gewählt ist, wer die Mehrheit aller abgegebenen
Stimmen erhalten hat. Erhält im ersten Wahlgange
niemand mehr als die Hälfte aller abgegebenen
Stimmen, so findet eine engere Wahl
zwischen den beiden Personen statt, die die meisten
Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit
entscheidet das vom Vorsitzenden zu ziehende
8.
Wahl durch Zuruf ist zulässig, wenn nicht
widersprochen wird. Die Ausscheidenden bleiben
bis zur Einführung der neugewählten Mitglieder
im Amte. 88
Die Vorstandsmitglieder werden von der
Aufsichtsbehörde durch Gundschlag an Eides Statt
verpflichtet. !4“— ç
Als Ausweis der Vorstandsmitglieder sowie
ur Feststellung des Falles der Stellvertretung
ient eine Bescheinigung der Aufsichtsbehörde.
Der Vorstand hält seine Sitzungen unter dem
Vorsitze des Vorstehers ab, der ebenso wie die
übrigen Vorstandsmitglieder eine Stimme hat
und dessen Stimme bei Stimmengleichheit enterdet.
Zur Gültigkeit der gefaßten Beschlüsse ist es
erforderlich, daß die Vorstandsmitglieder unter
Angabe der Gegenstände der Verhandlung geladen
und daß mit Einschluß des Vorstehers mindestens
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