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er weniger eingetreten sein als die italienische Regierung, die hartnäckig
jedes Mittel ergriff, um den Serben den erstrebten Zugang zur Adria
zu verwehren. In einem unabhängigen Albanien erblickte damals das
römische Kabinett einen Schutzdamm gegen eine weitere Ausbreitung des
Slawentums nach Westen.
Im ganzen empfand man nach Beyens’ Urteil in Berlin den Tod des
Erzherzog-Thronfolgers als eine Schwächung des Dreibundes. Ebenso urteilte
— mit kaum verhüllter Genugtuung — auch die russische Presse.
Über das Verhältnis des Kaisers Wilhelm zu dem Ermordeten äußert
sich Beyens dahin, daß er nach und nach einen großen Einfluß auf den
Thronfolger gewonnen habe. Manchmal habe sich wohl der Schüler
undiszipliniert gezeigt, „aber die Ratschläge der Klugheit, eingegeben
durch Weisheit und Erfahrung, hatten schließlich obgesiegt‘‘. Und so
hatte der Kaiser nicht nur den Verlust seines treuen Freundes, sondern
auch des Schülers, den er sich herangezogen, aufs tiefste zu beklagen.
Wie hoch er diese Freundschaft eingeschätzt habe, meint Beyens, dafür
sei die zwischen Fürsten nicht übliche Häufigkeit ihrer Begegnungen und
Unterhaltungen ein Beweis gewesen.
So schließt denn die belgische Berichterstattung über die europäischen
Vorgänge vor Ausbruch des Weltkrieges, soweit sie uns zugänglich
geworden ist, mit einer persönlich gefärbten, sympathischen Würdigung
des Deutschen Kaisers und des Verlustes, den er durch die Mordtat von
Serajewo erlitten. Wir stehen am Ziele.
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