348 Schwarzwaldkreis.
erkaufte 1444 Wü. die B. F. und verschiedenen Besitz mit der theilweisen Vogtei über
Kl. St. Georgen, wovon aber nur die letztere ständig blieb. Mitte des 15. Ih. besaß
der rauflustige Hans v. Rechberg Schr. und erbaute die B.; er fiel gegen Eberb. im
Bart 1464. 1526 ging es an Landenberg über, 1546 an Rochus Merz von Staffelfelden,
der den Ort zum Marktflecken erhob, aber als Tyrann 1570 erschlagen wurde
(Birlinger, Aus Schw. I, 16 ff.). 1588 ward Schr. an Oesterreich aufgegeben, das
nach dem Aussterben der Zimmern, die eine Zeitlang im Lehensbesitz gewesen, die
Herrschaft einzog und der Grafsch. Hohenberg einverleibte, 1696 aber an die Bissingen
verkaufte, welche 1746 zu Reichsgrafen erhoben wurden und noch Patr. der Pfarrund
Schulstelle sind. Seit 7. Sept. 1867 Stadt. Große Brände 1716, 1790, 1805.
Steinkohlen-Bohrversuche 18831—49 II. 1, 650. Geb. ist in Schr. 20. August 1800
Bernh. Heine, Neffe des Joh. Ge. H. v. Lauterbach, berühmter Mechan., Orthopäde
und Physiolog in Würzburg, 1846 (A. D. B. XI, 336). P. Bergstöffel, 31 C.,
Berneckbad, Bühle, 69, Bühlhof, Falkenstein, 126, Finsterbach, Göttelbachthal,
236, w. 18 Ev., Hammerwerk, 106, w. 15 Ev., Höfle, 121, w.
9 Ev., Hutneck mit Friedrichsberg, 73, w. 2 Ev., Im Brand, Kirnbach,
231, w. 4 Er., Kühlloch, Lienberg mit Seckingerhof, Paradies, Raustein,
Roßwald, Schilteck, Schloßberg, Schloßhof, Steighäusle,
Thierstein, Unter-Tischneck, 93, w. 2 Ev., Vier Häuser, 44 E., Wolfsbühl.
23. Seedorf (786 Sedorof), k. Pfd. an der Eschach, 11,3 km sw. v. O., ca.
665 m. 1 012 E., w. 4 Ev. G.Wald v. 430 ha. Etwas Torf. Ki. z. h. Georg
v. 1844, 1878 f. verschönert. St. Agathakap. Schulhaus 1884. Frühere B. mit
Ortsadel 1084 ff. Al S. kommt 786 vor durch Schenkung des Gr. Gerold an St. Gallen.
Mit Reichsgut begabte K. Heinrich II. Kl. Bamberg 1007. Von diesem belehnt waren
die H. v. Thierberg u. a., dann die Zimmern, in deren Besitz auch sonst das meiste
war. 1595 kam der Ort an Rottweil.
24. Sulgan (= Suhle, in der sich das Wild wälzt), ev. Pfd. auf der Schramberger
Hardt, 15,9 km sw. v. O., 700 m am Bären, mit Göhre, Löchle, Unnoth
u. P. 895 E, w. 118 K. (o. P. 140 — 79). Ki. s. u. Den Ort kaufte Wü.
1444 von Falkenstein, doch so, daß zwei Drittel zur Herrsch. Schramberg kamen.
Der Name ist erst neuerdings von dem folgenden (25.) getrennt worden. Bis 1435
war alles Fil. v. Dunningen, dann errichteten die Bewohner eine eigene Pfarrei und
gingen später zur Reformation über. Rochus Merz (s. Schramberg), setzte einen kath.
Pfr., worauf die ev. bleibenden württ. Unterthanen nach dem altwürtt., seit 1809 bad.
Weiler kamen. P. Aitenbach, Beschenhof, Feurenmoos, Hinter-Sulgen,
Hutneck (Nimes), Lienberg, Loch-Schmiede, Säuen; Schönbronn, ev.
Pfw., 98 E., w. 4 K. Ki. u. Pfarrhaus v. de Pay seit 1858. In Seanebrunne
war schon 1179 Kl. St. Georgen begütert.
25. Sulgen, k. Pfd. neben dem vorigen, mit Josenhans, Sulgerberg
und P. 1 088 E., w. 54 Ev. (o. 330 — 15). Buntsandsteinbrüche. Ki. z. h. Lorenz
von 1826 mit spätgoth. Thurm und Fresken von Fuchs und Ge. Adler. P. Aitenbach.
Halden, 27 E., w. 8 Ev. Heiligenbronn mit Brambach, W. m.
M. G. 312, w. 5 Ev. Kloster mit Ki., im 801. Krieg von Minoriten bewehnt, seit
1856 Anstalt für verwahrloste, taubstumme und blinde Kinder und Erwachsene, mit
Schwestern vom Orben bes h. Franziskus, 1880 erweitert. Statt der durch Blitz beschädigten
Ki. v. 1622, mit Kap. über der Gnadenquelle, neue Ki. v. Hetinger; lokal.
Vikariat. Lehengut des Gr. v. Bissingen, dem von Schramberg her das Patr. zusteht.
Heuwies, 83 E. Hinter-Sulgen, 125, w. 24 Er. Hutneck. Laub enlinden.
Löchle. Maden. Oberreute. Schlichte, 939. Schoren. Steig-