Contents : Kriegshetze und Völkermorden. I. Teil (2)

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Die  Fürsten  Europas,  die  beinahe  alle  den  Levitenschurz  trugen,  erkannten
nach  dem  Ausbruch  der  Revolution  zu  ihrem  Schrecken,  was  es  mit  der
„Arbeit“  der  „Philosophen“,  der  Freimaurerei  und  der  „Fleischwerdung  der
freimaurerischen  Ideen“  für  eine  Bewandtnis  hatte.

Herzog  Ferdinand  von  Braunschweig  —  Onkel  des  Verräters  von
Valmy  —  seit  beinahe  zwanzig  Jahren  National-Ordensmeister  in  Deutschland,
  sandte  1792  in  größtem  Erschrecken,  ein  langes,  ausführliches  Manifest  an
die  —  nicht  erschrockenen  —  Brr.,  die  ihm  unterstanden.  Er  zählt  die  Verbrechen
der  Freimaurer  auf.  Ohne  zu  erkennen,  daß  sie  das  geheime  Wesen  der  eingeweihten
  Freimaurerei  sind,  meint  er,  daß  „die  Abtrünnigen  im  Bunde  alle
diese  Frevel  begehen  und  begehen  werden,  solange  sie  besteht.“

Der  National-Ordensmeister  sagt:

„Geschehen  ist  dies  alles  und  es  geschieht  noch.  Aber  man  bemerkt,  daß  die  Fürsten
und  die  Völker  nicht  wissen,  wie  und  durch  welche  Mittel  dies  geschieht.  Wir  sagen  Ihuen
daher  frei,  Eure  Stimme  müßt  Ihr  erheben,  um  die  Völker  und  die  Fürsten  zu  belehren,
daß  niemand  als  abtrünnige  Sektierer“  —  das  sind  an  erster  Stelle  die  Hochgrade  und  die
unsichtbaren  Väter  —  „unseres  Bundes  die  Urheber  aller  gegenwärtigen  und  noch  bevorstehenden
  Revolutionen  gewesen  sind  und  noch  sein  werden.  Unsere  Herzen  zittern,  da
wir  Euch  dies  sagen  müssen.  Ewig  verborgen  hätten  diese  Worte  der  Welt  bleiben  sollen
aber  die  höchste  Gefahr  fordert  ein  lautes  Bekenntnis.

„Schwindel  und  Wahnwitz  gehen  aus  geheimen  Kreisen  in  die  Welt  aus,  ein  scheußliches
  Chaos  von  niedrigen  Leidenschaften  wälzt  sich  von  Kreise  zu  Kreise  fort  und  bildet
bereits  ein  Ungeheuer,  dem  erst  Generationen  sein  gräßliches  Haupt  abschlagen  können.“

Die  Brr.  Kaiser  Leopold,  Friedrich  Wilhelm  II.,  König  von  Preußen,
und  Gustav  III.,  König  von  Schweden,  und  andere  Fürsten  beschlossen,  die
Revolution  in  Frankreich  niederzuwerfen,  und  König  Ludwig  XVI.  aus  den
Armen  der  Liebe  der  Brr.  in  Frankreich  zu  befreien.  *½

Da  fielen  Br.  Kaiser  Leopold,  Nachfolger  seines  ganz  plötzlich  verstorbenen
Bruders  Josef  II.,  der  als  Br.  zu  einem  Freimaurerfeind  geworden  war,  am
1.  3.  1792  und  Br.  Gustav  III.  von  Schweden  am  16.  3.  1792  durch  freimaurerische
  Mörderhände.)  Der  Mordplan  gegen  Br.  König  Friedrich  Wilhelm
  II.,  den  Zahnarzt  Br.  Levesque  für  500  000  Livres  ausführen  sollte,  mißlang.
  Der  König  blieb  von  den  drei  Monarchen  allein  für  die  Durchführungen
ihrer  Absichten  zurück.  Dieser  König  von  Preußen  aber  ließ  sich  vollständig
freimaurerisch  verstricken,  obschon  er  die  Gefahren  der  Feimauerei  erkannt
hatte.  Er  wurde  selbst  Rosenkreuzer  und  geriet  unter  die  Befehle  der  „unsichtbaren
  Väter“  in  so  hohem  Grade,  daß  Chronisten  seiner  Zeit  schreiben,  es  wäre
ein  wahres  Glück,  daß  der  König  gutmütig  gewesen  sei  und  die  Befehle,  die  ihm
maurerischerseits  zur  Vollstreckung  anbefohlen  waren,  nicht  ganz  in  aller  Härte
ausgeführt  hätte.

Es  war  ein  preußisch-österreichisches  Heer,  das  sich  im  Spätsommer  1792
auf  Paris  vorbewegte.  König  Friedrich  Wilhelm  II.  war  bei  diesem  Heere,
auch  der  Illuminat  Br.  Goethe.  Führer  des  Heeres  war  der  Br.  Freimaurer
Herzog  Karl  Wilhelm  Ferdinand  von  Braunschweig,“)  dem  auch  der  Oberbefehl
  über  die  französisch-freimaurerische  Revolutionsarmee  angeboten  war,

*)  Die  Mörder  waren  Br.  Abt  Martinowitz  und  Br.  Ankarström.  Kaiser  Leopold
war  scheußliches  Gift  gereicht  worden.  Die  Büste  des  Mörders  Br.  Ankarström  wurde  in  den
Logen  in  Paris  neben  die  des  Mörders  Brutus  aufgestellt.  ·

**)  Der  Verräter-Herzog  wird  in  Lennings  Handbuch  wohlweislich  nicht  als
Freimaurer  unter  den  Brru.  dieser  herzoglichen  Familie  aufgezählt.