Entwurf eines Ortsgesetzes wegen des Oblastenbuchs. 397
gegenüber in rechtsverbindlicher Weise bewirkten Ubernahmeerklärung
des Grundstüchseigentümers beruht.
In diesen Fällen wird den Beteiligten nur eine Abschrift
des Eintragsvermerke zugefertigt.
§ 11. In allen übrigen Fällen erfolgt die Eintragung
auf Antrag in Gemäßheit der Bestimmungen
88 6—9.
IV. Löschung der Einträge.
§ 12. Die eingetragenen Verpflichtungen werden
durch einen entsprechenden Bermerk im Oblastenbuche
gelöscht,
a) wenn und soweit deren Erledigung nachgewiesen
wird,
b) wenn der Berechtigte auf den der VBerpflichtung
gegenüberstehenden Anspruch verzichtet und kein
öffentliches Interesse für deren Aufrechterhaltung
besteht,
c) wenn das Aichtbestehen oder der Wegfall der
Verpflichtung durch eine nicht weiter anfechtbare
Entscheidung der zuständigen Behörde anerkannt
worden ist.
8 13. Erfolgt die Löschung auf Grund einer Erklärung
des Berechtigten der Baupolizeibehörde oder der
in § 17 genannten Behäörde gegenüber oder einer nicht
weiter anfechtbaren Entscheidung, so wird den Beteiligten
eine einfache Abschrift des Löschungsvermerks zugefertigt.
In allen übrigen Fällen sind wegen des Löschungsvermerks
die Bestimmungen 88 5—8 entsprechend anzuwenden.
V. Wirkung des Einkrags.
8 14. Die im Oblastenbuche nicht ausdrüchklich als
bestritten eingetragenen Verpflichtungen unterliegen keiner
Verjährung.
Die Einträge im Oblastenbuche liefern für das Bestehen
der nicht als bestritten verlautbarten Verpflichtungen
und für deren Erlöschen so lange vollen Beweis,
als nicht das Gegenteil nachgewiesen ist.